Organisiert wird das Unihockey-Turnier vom Verein PluSport Behindertensport Limmattal im Namen der Special Olympics Switzerland. Spielort ist die Turnhalle der Schulanlage Büel. «Wir freuen uns, dass wir das Turnier in diesem Jahr ausrichten dürfen», sagt Elsbeth Fuhrer, Technische Leiterin des Vereins.

Mit ihr freuen sich auch viele Spielerinnen und Spieler. Ihnen ist gemein, dass sie Menschen mit verschiedenen Beeinträchtigungen sind. Konkret zählt Fuhrer 112 Teilnehmende und 15 Mannschaften, hinzu kommen 21 Coaches. «Wir erwarten Gruppen aus der ganzen Schweiz, dazu auch ein Team aus Vorarlberg», sagt Fuhrer. Gespannt darf man auf das Abschneiden der Limmatfighters sein, der fünfköpfigen Gruppe aus der Region.

Tatkräftige Mithilfe von 20 Freiwilligen

Das Unihockeyturnier ist nach dem Differenzschwimmen im März schon der zweite grosse Anlass für den Verein in diesem Jahr. «Als die Anfrage von Special Olympics Switzerland kam, haben wir schnell zugesagt», sagt Fuhrer. Dies mit dem Wissen, dass die Organisation ein beträchtlicher Aufwand mit sich bringt. «In der Vergangenheit haben wir uns aber stets bewährt.»

Fuhrer kann sich auf die tatkräftige Mithilfe des eigenen Vorstands sowie jener der Männer- und Frauenriege Oberengstringen verlassen. «Mir stehen an die 20 Freiwillige zur Seite», freut sich Fuhrer. Weiter wird das Turnier von der Gemeinde Unterengstringen unterstützt, und die «Linde» Weiningen stellt das Catering für alle Teilnehmenden beim Mittagessen. Die Special Olympics selbst sind mit Franz Ungrad, dem Verantwortlichen für Unihockey, vor Ort vertreten. Die Sportbewegung, deren Vision die Wertschätzung, Akzeptanz und Gleichstellung von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung ist, ist weiter verantwortlich für die Siegerehrung: Die Gold-, Silber- und Bronzemedaillen werden von ihr finanziert. Ebenso das Band mit einem Pin, das alle Spielerinnen und Spieler erhalten.

Für das Turnier wurde weiter der ganze Samstag in der Turnhalle Büel reserviert. «Wir beginnen schon um 7 Uhr mit dem Aufbau», sagt Fuhrer. Ab 9 Uhr starten die einzelnen Spiele, das Finale findet am Nachmittag statt.

Trotz der Vorfreude auf das Turnier und auf die vielen Teilnehmenden bleibt ein Wermutstropfen. «Wir hatten grosse Mühe, genügend Schiedsrichter zu finden. Vielleicht ist das Datum so kurz nach den Sommerferien nicht ideal, vielleicht trauen sich aber auch wenige die Aufgabe zu», sagt Fuhrer. Sie betont, dass man als Schiedsrichter natürlich etwas von Unihockey verstehen, aber kein Profi sein müsse. Schliesslich soll die Aufgabe auch Freude machen.

Generell werde es immer schwieriger, Freiwillige für Vereinsaufgaben zu finden, sagt Fuhrer. Sie lasse sich davon aber nicht entmutigen. «So ist die Situation, wir können und müssen damit umgehen.»

Der Verein kann an diesem Wochenende gleich zweimal auf sich aufmerksam machen: Nicht nur mit dem Unihockey-Turnier in Unterengstringen, sondern auch am Schlierefäscht-Umzug am Sonntag. Dort wird eine Delegation von PluSport Behindertensport Limmattal teilnehmen.