Gewerkschaften
Unia-Gewerkschafter wegen Hausfriedensbruchs verurteilt

Drei Gewerkschafter der Unia Zürich sind wegen Hausfriedensbruchs verurteilt worden. Von der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis erhielten sie per Strafbefehl bedingte Geldstrafen, weil sie im November 2011 zwei Baustellen im Kanton Zürich besetzt hatten.

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Drei Gewerkschafter der Unia wurden wegen Hausfriedensbruchs verurteilt. (Symbolbild)

Drei Gewerkschafter der Unia wurden wegen Hausfriedensbruchs verurteilt. (Symbolbild)

Keystone

Die bedingten Geldstrafen betragen bei den beiden Gewerkschaftern je 30 Tagessätze à 140 Franken. Bei der Gewerkschaftssekretärin, die nur bei einer Besetzung mittat, verfügte die Staatsanwaltschaft eine mildere Strafe von 10 Tagessätzen à 100 Franken.

Die Unia hat Einspruch erhoben

Die Probezeit beträgt bei allen zwei Jahre. Zudem müssen die drei je 900 Franken Busse bezahlen. Die Unia hat bereits Einspruch gegen die Strafbefehle erhoben.

Angezeigt wurden die Gewerkschafter von Bauunternehmern. Sie hatten am 25. November zwei Baustellen im Kanton Zürich blockiert und auch nach wiederholter Aufforderung nicht gehen wollen.

Baumeisterverband zeigt sich bestärkt

Die Besetzung fand im Rahmen des «nationalen Aktionstages» der Gewerkschaften statt. Der Baumeisterverband zeigte sich durch die Verurteilungen bestärkt in seiner Haltung, dass Baustellenbesetzungen gegen die Rechtsordnung verstossen, wie er am Mittwoch mitteilte.