Klinische Forschung
Uni Zürich und Bio-Technopark Schlieren rücken zusammen

Die Universität Zürich und der Schlieremer Bio-Technopark verstärken ihre Zusammenarbeit. An speziellen Anlässen sollen Grundlagenforscher mit der Industrie in Kontakt treten, um die Entwicklung von Technologien zu fördern.

Florian Niedermann
Drucken
Teilen
Der Bio-Technopark in Schlieren rückt näher zur Uni Zürich.

Der Bio-Technopark in Schlieren rückt näher zur Uni Zürich.

ho

Ziel ist es, Forschungsgruppen der Uni, die Grundlagenforschung betreiben, und Spin-offs, die sich bereits mit der Entwicklung marktfähiger Technologien und Heilmittel beschäftigen, besser mit der Industrie zu vernetzen.

Gemäss einem vor kurzem unterzeichneten Kooperationsvertrag mit der Uni soll der Verein Bio-Technopark zu diesem Zweck zweimal jährlich Anlässe organisieren, an denen sich Industrie und Forscher austauschen können.

Laut Mario Jenni, dem Geschäftsführer des Bio-Technoparks, geht es dabei nicht nur um Networking: «Forschende und Spin-offs sollen Vertretern der Industrie ihre Projekte vorstellen können.

Umgekehrt werden sie erfahren, nach welchen Produkten die Pharma-Konzerne suchen.» So würden Teams, die derzeit noch Grundlagenforschung betreiben, besser abschätzen können, ob ihr Forschungsfeld auch für die praxisnahe, klinische Forschung relevant sein könnte. «Und gleichzeitig werden Spin-offs und Forscher dafür sensibilisiert, welche regulatorischen Hürden genommen werden müssen, damit eine Technologie klinisch getestet werden kann.»

Eine langjährige Liebesgeschichte

Der Kooperationsvertrag ist ein weiteres Kapitel einer langjährigen Liebesgeschichte zwischen dem Bio-Technopark und der Universität Zürich. In den vergangenen Jahren hatten sich bereits verschiedene Forschergruppen der ETH und der Uni mit ihren Spin-off-Firmen in Schlieren angesiedelt. Sie fanden dort ein fruchtbares Umfeld für ihre Entwicklungen.

Seit Ende 2013 haben sich darüber hinaus – aufgrund von Platzproblemen – über 20 Forschungsgruppen des Unispitals und der Universität sowie etwa ein Computertomografiezentrum im Life-Science-Cluster an der Wagistrasse niedergelassen.

Zwar organisiert die Universität auch eigene Events, an denen der Austausch zwischen Forschung und Wirtschaft gefördert wird. Dass sie auf das Angebot des Bio-Technoparks eingetreten ist, ergänzend dazu auch in Schlieren solche Veranstaltungen durchzuführen, führt Jenni auf den Ruf des Clusters zurück: «Der Bio-Technopark steht für Translation, also die Übertragung von Erkenntnissen der Grundlagenforschung auf marktfähige Technologien und Therapien.»

Weil grosse Konzerne wie Roche, Novartis oder Pfizer bereits verschiedene Spin-offs im Wagi-Areal übernommen haben, seien diese vor Ort präsent. «Das verstärkt unsere Rolle als Plattform für junge Unternehmen», so Jenni. Der Bio-Technopark profitiert als Standort umgekehrt von der Kooperation, weil die Uni im Life-Science-Bereich zu den führenden Institutionen in Europa gehört und damit als Qualitäts-Label fungiert.

Der Neubau im Schlieremer Bio Technopark türmt sich 50 Meter Hoch in den Himmel
10 Bilder
Vom Dach des Rohbaus bietet sich eine atemberaubende Aussicht auf die Stadt Zürich
....und in das Schlieremer Zentrum.
Bis Ende September soll der Rohbau fertiggestellt sein
Auch vom Zug aus Zürich in Richtung Aargau ist das Gebäude gut zu sehen
Während einige Etagen noch mit Streben gestützt werden
...sind andere schon fast fertig betoniert.
So sieht es im Neubau des Bio Technoparks in Schlieren aus.
Der Herr über die Baustelle - Polier Giuseppe Petrolo
Das Gebäude, das jetzt erstellt wird, ist nur eines von vieren, die im Gestaltungsplan vorgesehen sind

Der Neubau im Schlieremer Bio Technopark türmt sich 50 Meter Hoch in den Himmel

fni

Aktuelle Nachrichten