Ziel ist es, Forschungsgruppen der Uni, die Grundlagenforschung betreiben, und Spin-offs, die sich bereits mit der Entwicklung marktfähiger Technologien und Heilmittel beschäftigen, besser mit der Industrie zu vernetzen.

Gemäss einem vor kurzem unterzeichneten Kooperationsvertrag mit der Uni soll der Verein Bio-Technopark zu diesem Zweck zweimal jährlich Anlässe organisieren, an denen sich Industrie und Forscher austauschen können.

Laut Mario Jenni, dem Geschäftsführer des Bio-Technoparks, geht es dabei nicht nur um Networking: «Forschende und Spin-offs sollen Vertretern der Industrie ihre Projekte vorstellen können.

Umgekehrt werden sie erfahren, nach welchen Produkten die Pharma-Konzerne suchen.» So würden Teams, die derzeit noch Grundlagenforschung betreiben, besser abschätzen können, ob ihr Forschungsfeld auch für die praxisnahe, klinische Forschung relevant sein könnte. «Und gleichzeitig werden Spin-offs und Forscher dafür sensibilisiert, welche regulatorischen Hürden genommen werden müssen, damit eine Technologie klinisch getestet werden kann.»

Eine langjährige Liebesgeschichte

Der Kooperationsvertrag ist ein weiteres Kapitel einer langjährigen Liebesgeschichte zwischen dem Bio-Technopark und der Universität Zürich. In den vergangenen Jahren hatten sich bereits verschiedene Forschergruppen der ETH und der Uni mit ihren Spin-off-Firmen in Schlieren angesiedelt. Sie fanden dort ein fruchtbares Umfeld für ihre Entwicklungen.

Seit Ende 2013 haben sich darüber hinaus – aufgrund von Platzproblemen – über 20 Forschungsgruppen des Unispitals und der Universität sowie etwa ein Computertomografiezentrum im Life-Science-Cluster an der Wagistrasse niedergelassen.

Zwar organisiert die Universität auch eigene Events, an denen der Austausch zwischen Forschung und Wirtschaft gefördert wird. Dass sie auf das Angebot des Bio-Technoparks eingetreten ist, ergänzend dazu auch in Schlieren solche Veranstaltungen durchzuführen, führt Jenni auf den Ruf des Clusters zurück: «Der Bio-Technopark steht für Translation, also die Übertragung von Erkenntnissen der Grundlagenforschung auf marktfähige Technologien und Therapien.»

Weil grosse Konzerne wie Roche, Novartis oder Pfizer bereits verschiedene Spin-offs im Wagi-Areal übernommen haben, seien diese vor Ort präsent. «Das verstärkt unsere Rolle als Plattform für junge Unternehmen», so Jenni. Der Bio-Technopark profitiert als Standort umgekehrt von der Kooperation, weil die Uni im Life-Science-Bereich zu den führenden Institutionen in Europa gehört und damit als Qualitäts-Label fungiert.