Unterengstringen

Ungebetene Gäste nehmen das «Eckstein» in Beschlag

Ein Transparent weist auf die Besetzung des hinteren Ecksteins hin.  zim

Ein Transparent weist auf die Besetzung des hinteren Ecksteins hin. zim

Der hintere Eckstein, Nachbargebäude des ehemaligen Restaurants, ist besetzt worden. Die Gemeinde hat keine Freude an diesen Gästen, kann aber nichts unternehmen.

Einst ein florierendes Restaurant mit einer Ausstrahlung weit über die Gemeindegrenze hinaus, gibt der «Eckstein» in Unterengstringen mittlerweile ein jämmerliches Bild ab. Viele Einwohner sprechen von einem Schandfleck. Auch das nebenstehende Haus, der so genannte hintere Eckstein, ist in einem ähnlich schlechten Zustand. Der Gemeinde ist dies schon seit längerem ein grosser Dorn im Auge.

Zu allem Überfluss haben sich im hinteren Eckstein nun auch ungebetene Gäste einquartiert. «Besetzt» steht auf einem Transparent, das die rückwärtige Fassade ziert. «Wir sind über diese Art Besuch natürlich gar nicht glücklich», erklärt Gemeindepräsident Peter Trombik. Dem Gemeinderat seien jedoch die Hände gebunden. Beide Gebäude seien im Besitz desselben Investors. Dieser überlasse die Häuser seit längerem ihrem Schicksal. Obschon die Polizei den Besetzern bereits einen Besuch abgestattet habe, seien sie immer noch da. «Es braucht, nebst einer Anzeige des Besitzers, ein bewilligtes Baugesuch inklusive Abbruchbewilligung, damit die Polizei überhaupt einschreitet», so Trombik.

Beides sei bisher nicht geschehen beziehungsweise liege nicht vor. Überhaupt sei derzeit offen, was mit den beiden Liegenschaften geschehe. «Wir können leider selber nicht aktiv werden. Wenn der Besitzer die beiden Häuser in diesem Zustand belassen will, kann er das. Uns sind weitestgehend die Hände gebunden», hält Trombik fest. Der Gemeinderat wäre allerdings sehr glücklich, würde rund um den Eckstein etwas geschehen und dort ein Dorfeingang entstehen, welcher der aufgewerteten Dorfstrasse würdig sei.

Meistgesehen

Artboard 1