Dietikon
Unerklärliche Reaktion sorgte für Fisch-Gestank im Quartier

Bei der Behandlung einer Lieferung in einer Urdorfer Firma entstand ein Geruch nach verwesendem Fisch. Ein Anwohner reklamierte bei der Stadt.

Sandro Zimmerli
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Nachdem die Behandlung einer Lieferung eine Reaktion ausgelöst hatte, die den Geruch von verwesendem Fisch erklärte, wurde unter anderem die Polizei aufgeboten. (Symbolbild)

Nachdem die Behandlung einer Lieferung eine Reaktion ausgelöst hatte, die den Geruch von verwesendem Fisch erklärte, wurde unter anderem die Polizei aufgeboten. (Symbolbild)

Es war eine Bescherung der unangenehmen Art. Kurz vor Weihnachten 2016 beanstandete ein Anwohner der Dietiker Schöneggstrasse beim Amt für Umwelt und Gesundheit starke Geruchsimmissionen aus dem Industriegebiet Urdorf und nannte auch einen Betrieb, der dafür verantwortlich sei. Das schreibt der Stadtrat in seiner Antwort auf eine kleine Anfrage von Gemeinderat Lucas Neff (Grüne).

Dem Parlamentarier wurde zugetragen, dass es im Glanzenbergquartier «seit Jahren immer wieder zu massiven Geruchsimmissionen kommen soll». Gemäss Recherchen der Betroffenen sei der Verursacher die Spaltag AG in Urdorf. Besonders schlimm sei es um die letzten Weihnachten gewesen. Es werde sogar von einem Chemieunfall gesprochen, der den Einsatz von Feuerwehr und Polizei ausgelöst habe. Neff wollte deshalb vom Stadtrat wissen, ob er diesen Sachverhalt bestätigen könne.

Den Namen der Firma, die für den Geruch verantwortlich war, nennt der Stadtrat zwar nicht, bestätigt den Vorfall aber. Man sei der Sache nachgegangen und habe mit dem Firmeninhaber gesprochen, heisst es. Dabei «wurde bestätigt, dass kurz vor Weihnachten 2016 die Firma eine Lieferung zur Weiterverarbeitung erhalten hat, die bei der Behandlung eine unerklärlich starke Reaktion hervorgerufen hat, was den Geruch von verwesendem Fisch erklärte», so der Stadtrat.

Die Betreiber hätten unverzüglich die Polizei, das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft sowie die Gemeinde Urdorf informiert. Für Mensch, Tier und Umwelt habe zu keiner Zeit eine Gefahr bestanden. Ein Chemiefachmann der Kantonspolizei sei vor Ort gewesen. Einen Feuerwehreinsatz habe es nicht gegeben.

Weiter erklärt der Stadtrat, dass in den vergangenen Jahren bezüglich Geruchsimmissionen ganz vereinzelt Anfragen aus dem Gebiet Dietikon Ost eingegangen seien. «Weil die Meldungen immer zeitverzögert eintrafen beziehungsweise keine näheren Hinweise gemacht werden konnten, war eine weitere Prüfung der Meldungen nicht mehr möglich.»