Schlieren

Und es bebte, fegte, wogte und brodelte

Vor der Bühne des Schlieremer Salmensaales standen zwei überdimensionale Wolken aus Styropor. Oder waren es gar mächtige Eisberge? Wie dem auch sei, die Schlieremer Stadtjugendmusik traf zum Jahreskonzert den Geschmack des Publikums.

Wie dem auch sei: Das Thema «Elemente» mit Erde, Luft, Wasser und Feuer passte so herrlich zu all den Melodien, welche die Juniorband sowie das Hauptkorps der Stadtjugendmusik Schlieren (SJMS) unter ihrem Dirigenten Thomas Bhend am diesjährigen Jahreskonzert präsentierten. So sagte die SJMS-Präsidentin Susanne Dalcher gleich zu Beginn vorbeugend: «Es wird musikalisch beben, fegen, wogen und brodeln. Und es wird Ihnen heiss und kalt den Rücken hinunterlaufen.» Und es bebte und fegte auch die Tambourengruppe der Kreismusik Limmattal – geleitet von Raffael Hotz – mit rassigen Trommel- und Perkussionsstücken. Zum Schluss lieferten die Musiker gar den Beweis dafür, dass man Zeitungen nicht nur lesen, sondern mit ihnen auch rhythmische «Schlagzeilen» produzieren kann.

Wetterfeen als Begleitung

In der Tat: Die musikalische Reise führte über staubige Böden, durch wilde Gewässer, in luftige Höhen, und dies alles beleuchtet von feurig warmem Licht. «Also sprach Zarathustra» erklang herrlich schön, doch «Wind of Change», die Rockballade des Scorpion-Sängers Klaus Meine, stand den Richard-Strauss-Melodien in nichts nach. Man sang im Regen oder bewegte sich über dem Regenbogen. Die beiden Wetterfeen Isabel Stiefel und Rahel Weber lieferten dazu die goldrichtigen Wettervorhersagen. Zu erwähnen sind auch diesmal die einmalig eindrücklichen Licht- und Spezialeffekte wie Nebel, Schneeflocken, Regen und Seifenblasen.

Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin sagte nach der Darbietung: «Ich fand das ein absolut eindrückliches Jahreskonzert, und zwar musikalisch, unterhaltsam und auf einem beachtlichen hohen Niveau.» Es habe ihn sehr beeindruckt, dass sich eine Jugendmusikformation auch philosophisch mit der Musik auseinandersetze, wie zum Beispiel mit dem Stück «Also sprach Zarathustra» von Richard Strauss. Die 19-jährige Jeanine Eberle aus Urdorf spielt bereits seit sieben Jahren die Flöte bei der Stadtjugendmusik Schlieren: «Das Stück ‹Wind of Change› war mein Favorit, weil ich es ein mega schönes Lied finde. Aber auch die anderen Werke waren sehr melodiös und wundervoll zum Spielen.»

Die SJMS-Präsidentin Susanne Dalcher meinte schliesslich: «Mein Highlight des heutigen Abends war gewiss, dass wir das diesjährige Jahreskonzert mit vorwiegend eigenen Musikern spielen konnten.» Zum Konzertprogramm sagte sie: «Dirigent und Musikkommission haben ein unterhaltsames Programm zusammengestellt. Es hat ihrem Können entsprochen und dem Publikum gefallen.» Die Präsidentin lobte vor allem das Engagement der Jugendlichen: «Sie brachten ihre Musikwünsche ein und setzten sich auch vorbildlich dafür ein.»

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