An der Umfrage haben sich nebst Dietikon sieben weitere Gemeinden beteiligt: Uster, Wetzikon, Wald, Dürnten, Zell, Rapperswil-Jona SG und Gossau SG.

Top beim öffentlichen Verkehr

Besonders oft gaben die Neuzuzüger an, wegen Preis, Arbeitsweg und Angebot – dazu gehört Kultur, Einkauf, öffentlicher Verkehr, Sport und Freizeit – nach Dietikon gekommen zu sein. Top schneidet vor allem der Bereich öffentlicher Verkehr ab: Für 64 Prozent der Neuzuzüger war dies ein schlagendes Argument. Nur Uster kann mit 76 Prozent noch mehr punkten. Auf Platz zwei nach Uster landet Dietikon auch im Bereich kulturelles Angebot: Für immerhin 13 Prozent fiel dies bei der Wahl des neuen Wohnorts ins Gewicht.

Der Bezirkshauptort wurde jedoch besonders selten wegen des Erholungswerts oder sozialer Aspekte ausgewählt. Nicht erstaunlich ist, dass Dietikon kaum als ruhige Wohnlage punkten kann: Nur 32 Prozent gaben an, dies als Faktor gewichtet zu haben. Schlecht schneidet Dietikon als Naherholungsraum ab: Nur 38 Prozent bewerteten die Nähe zur Natur als Pluspunkt. Alle sieben anderen Gemeinden werden besser bewertet.

Das Image zieht nicht

Doch scheinen diese Faktoren weniger wichtig zu sein, da viele Neuzuzüger nicht vorhatten, lange zu bleiben: 29 Prozent der Dietiker Neuzuzüger gaben an, sich nicht oder eher nicht längerfristig niederlassen zu wollen. Zum Vergleich: In Zell sind es 8 Prozent, in Rapperswil und Dürnten 10 Prozent und in Uster 15 Prozent. Dazu passt, dass nur 16 Prozent Dietikon als ihren Wunschwohnort bezeichneten.

Deutlich wird aus den Statistiken auch, dass Dietikon unter seinem Image leidet. Während in Rapperswil 58 Prozent das Image der Stadt klar als Zuzugsgrund bewerteten, sind es in Dietikon nur 22 Prozent – weniger als in Wetzikon (27) und deutlich weniger als in Zell (33) oder Wald (35).

In der Zuzügerbefragung im Jahr 2011 haben sich die Resultate zum Teil deutlich verändert. Im Bericht wird Dietikon diesmal nicht mehr der Kategorie «praktisch», sondern «einmalig» zugeordnet. Dietikon sei «eine Emotionen weckende Stadt», heisst es, die stark mit Erreichbarkeit und Betreuungsangebot punkten könne, aber selten Wunschwohnort sei. Noch öfter als 2009 werden Verkehrsanbindung und Lage als Zuzugsgründe genannt, deutlich seltener Naturnähe, Kulturangebot und Freizeitangebot. Noch schlechter als 2009 sieht es beim Image aus: Von den 23 Gemeinden, die sich 2011 an der Umfrage beteiligt haben, ist Dietikon das Schlusslicht.