Tennis
Uitikons «AHV-Talentauswahl»: Gemeinsam geht es besser

Welcher Interclub-Sspieler träumt nicht davon, einmal im Leben in der Nationalliga A aufzulaufen? Vielleicht sogar gegen einen Star zu spielen. Die Frauen des Tennisclubs Uitikon fanden das Geheimrezept: in Geduld üben und fleissig Jahrringe zählen.

Rainer Sommerhalder
Merken
Drucken
Teilen
AHV-Talentauswahl des TC Uitikion verliert gegen Richterswil
13 Bilder
Das ungeschlagene Doppel mit Ruth Weder (links) und Edith Gallmann
Ruth Weder schliesst am Netz ab.
Annelies Randegger mit eleganter Rückhand.
Ganz gestreckt ist schon halb gewonnen.
Das Doppel mit Annelies Randegger (links) und Lis Caduff.
Annelies Randegger in Erwartung des Balles.
Annemie Gorges mit unkonventioneller Rückhand.
Lis Caduff ist bereit für den Return.
Ruth Weder wie immer technisch perfekt.
Annemie Gorges legt alle Energie in diesen Schlag.
Lis Caduff hat den Ball voll erwischt.
Annemie Gorges ist bereit, den Winner zu schlagen.

AHV-Talentauswahl des TC Uitikion verliert gegen Richterswil

Rainer Sommerhalder

Jetzt, wo drei der fünf Grand Old Ladies bereits AHV beziehen, dürfen sie sich NLA-Veteraninnen nennen. Und es kommt noch besser: Sie können nicht einmal absteigen, weil es in der ältesten Interclub-Kategorie der Frauen seit einigen Jahren eben nur noch die NLA gibt.

Captain Edith Gallmann, ihre Vorgängerin Ruth Weder, die adrette Annemie Gorges, Wiedereinsteigerin Lis Caduff und Annelies Randegger mit ihren 30 Jahren Interclub-Erfahrung sind also von jeglichem Druck befreit. Kein Strich im Nacken, nirgends ein Abstiegsgespenst in Sicht, schier grenzenlose Unbeschwertheit. Wenn man vielleicht einmal von den im Alter nachlassenden Reflexen absieht. Doch da passt man sich an, setzt eine Nuance seltener auf «serve and volley». Und in der Tat sagt etwa die 64-jährige Annelies Randegger zu ihrem Antrieb, nach einem Unterbruch wieder Wettkampftennis zu spielen: «Meine Motivation ist es, zu wissen, dass ich vielleicht wieder einmal ein Spiel gewinnen könnte.»

In der dritten von vier Interclub-Runden gegen Richterswil zerschlug sich diese Hoffnung schnell - wie auch jene der drei anderen Einzelspielerinnen. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison hiess es trotz der grenzenlosen Unbeschwertheit vor den abschliessenden zwei Doppel: Uitikon Veterans - zero Points! Auch unfair, wenn die Gegnerinnen teilweise mehr als ein Jahrzehnt jünger sind. Tennis-Veteranin ist man ab 50 Jahren.

Doch zum Glück gibt es noch das Spiel zu zweit. Gemeinsam geht es besser lautet das Motto der Limmattaler Ü60-Auswahl. Ihre Geheimwaffe ist das Doppel Gallmann/Weder, seit zwei Jahren in Interclub-Duellen ungeschlagen. Auch diesmal lassen die beiden den zuvor als Einzelspielerinnen teilweise drückend überlegenen Gegnerinnen keine Chance und retten den Uitiker Ehrenpunkt. «Ich bin froh, haben wir die Begegnung mit Richterswil nicht zu null verloren», sagt Edith Gallmann und hofft weiter darauf, die Interclub-Saison nicht als Letzter abzuschliessen. Dies wird richtig schwierig, denn am kommenden Sonntag gastiert zum Abschluss Schweizer Meister Agno auf der idyllischen Uitiker Anlage. Da hilft wohl alle Unbeschwertheit nicht weiter.