Uitikon
Stimmvolk heisst Kredit für die energetische Sanierung des Rietwis-Schulhauses mit grosser Mehrheit gut

Mit 1567 Ja- zu 206 Nein-Stimmen wurde der Kreditantrag zur Sanierung des Altbaus und des ehemaligen Kindergartens Rietwis deutlich bewilligt.

Virginia Kamm
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Das Schulhaus Rietwis in Uitikon kann in den Sommerferien 2021 saniert werden.

Das Schulhaus Rietwis in Uitikon kann in den Sommerferien 2021 saniert werden.

zvg

Das Resultat könnte klarer kaum sein: Der Altbau des Schulhauses Rietwis sowie das ehemalige Kindergartengebäude, in dem seit Sommer 2020 die Tagesstrukturen untergebracht sind, können für 1,97 Millionen Franken energetisch saniert werden. 1567 Uitikerinnen und Uitiker sagten am Abstimmungssonntag Ja zum entsprechenden Kreditantrag. Nur 206 Stimmberechtigte sagten Nein zur Vorlage. Die Stimmbeteiligung lag bei 57,59 Prozent.

Die Sanierung ist nötig, weil sich die betreffenden Gebäude seit ihrem Bau 1969 noch weitgehend im Originalzustand befinden, heisst es im beleuchtenden Bericht zur Vorlage. Der 2003 erstellte Anbau des Schulhauses ist nicht sanierungsbedürftig. Am Altbau sowie am ehemaligen Kindergarten, in dem heute auch eine vermietete Zwei-Zimmer-Wohnung untergebracht ist, zeigen sich Abnutzungserscheinungen. Zudem erfüllen die Gebäude die aktuellen wärmetechnischen Anforderungen nicht mehr.

Die Fassade erhielt nicht wie üblich alle 25 bis 30 Jahre eine Erneuerung

Die Flachdächer der beiden Gebäude sind nur minimal gedämmt und sollen daher saniert und gedämmt werden. Die betonierten und ungedämmten Aussenwände sollen vollständig saniert werden und eine Aussenwärmedämmung erhalten. Statt alle 25 bis 30 Jahre eine komplette Erneuerung zu erhalten, wie es üblich ist, ist die Fassade bisher nur bei Schäden erneuert worden. Die Fenster und Aussentüren mit Aluminiumrahmen aus Zweifach-Isolierverglasungen werden durch Dreifach-Wärmeschutzverglasungen ersetzt. Eine Erdsondenwärmepumpe soll die Ölheizung des Schulhauses ersetzen. Eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach soll zudem einen Teil der benötigten Energie für das Schulhaus gleich selber produzieren.

«Ich bin sehr zufrieden mit dem Resultat», sagt Reto Schoch (CVP), Präsident der Schulpflege Uitikon. «Dass es fast 90 Prozent Ja-Stimmen waren, ist erfreulich.» Als Grund für die relativ hohe Stimmbeteiligung sieht er die eidgenössischen Vorlagen, die viele Leute an die Urne gelockt hätten. Schoch ging von einer Annahme aus, da die Vorlage in der Vorberatung der Schulgemeindeversammlung unbestritten war und auch die Rechnungsprüfungskommission ein Ja empfahl. Er sagt:

«Dass die Bürger die Notwendigkeit einer Sanierung so klar sehen, ist schön.»

Von den insgesamt rund 1,97 Millionen Franken sind rund 1,18 Millionen für den Altbau des Schulhauses und rund 790'000 für den ehemaligen Kindergarten eingeplant. Die Schulgemeinde wird für das Projekt Subventionsanträge beim Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft des Kantons Zürich stellen. «Wir gehen davon aus, dass der Antrag angenommen wird», sagt Reto Schoch.

Der Plan ist nun, dass Anfang Juli die Vorbereitungen für das Bauprojekt starten. Die lärmintensiven Arbeiten sollen während der Sommerferien erfolgen. Laut Reto Schoch kann es sein, dass sich abschliessende Arbeiten bis zu den Herbstferien hinziehen.