Uitikon
Nun erhalten die Sekschüler ein eigenes Schulhaus: Uitiker sagen deutlich Ja zum Projekt, das 25 Millionen Franken kostet

Bis jetzt hatte die Uitiker Sekundarstufe keinen eigenen Standort. Das ändert sich nun.

Lukas Elser
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So soll das neue Sekschulhaus dereinst aussehen.

So soll das neue Sekschulhaus dereinst aussehen.

zvg/ Stoos Architekten

Die Uitiker Sekschüler dürfen sich freuen: Endlich werden sie ihren ganz eigenen Schulstandort haben. Die Zeiten, in denen sie den Schulraum gemeinsam mit den Primarschülern im Schulhaus Schwerzgrueb teilen mussten, sind gezählt. Und auch ihre jüngeren Gspänli dürfen zufrieden sein. Denn weil die Sekschüler bald aus ihrem Schulhaus ausziehen werden, haben sie im ohnehin immer enger werdenden Schwerzgrueb wieder etwas mehr Platz.

Die neue Ausgangslage hat mit der Urnenabstimmung vom Sonntag zu tun. Die Uitiker Stimmbevölkerung sagte nämlich klar Ja zur neuen Schulanlage Allmend.

An der Urne stimmten 1656 Personen respektive 81,7 Prozent für die Annahme des vom Gemeinderat beantragten Kredits in der Höhe von 25,745 Millionen Franken für eine neue Schul- und Sportanlage an der Allmendstrasse. Nein dazu sagten nur 370 Stimmberechtigte. 25 Stimmzettel waren leer, 15 wurden ungültig eingelegt. Die Stimmbeteiligung lag bei 64,5 Prozent.

Damit steht dem Bau der neuen Schulanlage mit Dreifach-Turnhalle, sechs Klassenzimmern, einem Mehrzweckraum und anderen Räumen nichts mehr im Weg. Bis jetzt befinden sich auf dem Areal eine Turnhalle mit Aussensportanlagen sowie Werkräume.

Schulpräsident ist nicht überrascht, aber zufrieden

Gemeindepräsident Chris Linder (FDP) und Schulpräsident Reto Schoch freuen sich über die hohe Zustimmung für das Projekt. Linder sagt: «Es zeigt, dass sich die Uitikerinnen und Uitiker zeitgemässe Anlagen für ihre Schülerinnen und Schüler wünschen.»

Und Schoch: «Ein so hoher Ja-Stimmen-Anteil bestätigt uns, dass wir ein überzeugendes Projekt vorweisen können.» Überrascht habe ihn die grundsätzliche Zustimmung allerdings nicht:

«Wir erhielten die Unterstützung der Sportvereine. Und an der Gemeindeversammlung gab es auch keine Vorbehalte.»

Tatsächlich war die Zustimmung im Vorfeld der Abstimmung gross. Gemeinderat und Rechnungsprüfungskommission empfahlen das Ja. Die vorberatende Gemeindeversammlung unterstützte das Anliegen ebenfalls. Und der Souverän winkte im Februar 2020 bereits den Planungskredit mit einem ähnlich hohen Ja-Stimmenanteil von 82,3 Prozent durch.

Grund für eine Ablehnung gab bei der jetzigen Abstimmung offenbar auch nicht die Tatsache, dass sich die Gesamtkosten des Bauvorhabens gegenüber dem ursprünglichen Kostenvoranschlag um rund drei Millionen erhöht hatten.

Der Schulraum wird immer knapper

Uitikon geht der Schulraum aus. Bis 2025 erwartet man als Folge des Bevölkerungswachstums 200 Schüler mehr als im Schuljahr 2018/2019. Um den Allmend-Bau möglichst rasch voranzutreiben, erfolgte deshalb die Baueingabe des Projekts bereits im Frühjahr.

Gemäss Plan dauert die eigentliche Bauphase von März 2022 bis April 2024. Während dieser Zeit wird auf dem Areal ein Provisorium als Ersatz für die Turnhalle und die Werkräume bereitstehen. Die alte Anlage wird abgerissen, der Ersatzneubau im Sommer 2024 eröffnet.

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