Uitikon
Mit 88,4 Prozent Ja-Stimmen: Uitiker geben dem neuen Energieverbund Allmend grünes Licht

Das neue Schulhaus auf dem Uitiker Allmend-Areal wird durch Ökostrom versorgt. Der Gemeinderat kann jetzt mehrere Probleme gleichzeitig anpacken.

Lukas Elser
Drucken
Teilen
Photovoltaik soll auf dem Allmend-Areal eingesetzt werden.

Photovoltaik soll auf dem Allmend-Areal eingesetzt werden.

Themenbild: Valentin Flauraud / Keystone

Zeitgleich zur Abstimmung über das neue Schulhaus Allmend stimmte der Uitiker Souverän über ein mit dem Schulhaus-Vorhaben verbundenes Energieprojekt ab: Er sagte deutlich Ja zum Kredit in der Höhe von 3,76 Millionen Franken für die Erstellung einer neuen zentralen Energieversorgung auf dem Allmend-Areal. Das Verhältnis zwischen Ja- und Nein-Lager lag hier bei 1732 zu 227 Stimmen, der Ja-Stimmenanteil entsprach also 88,4 Prozent. Dies bei einer Stimmbeteiligung von 62,9 Prozent.

Mit ihrer Zustimmung geben die Uitiker grünes Licht für die Einrichtung eines Energieverbunds Allmend, der künftig die neue Schulanlage, das ebenfalls geplante Veranstaltungs- und Jugendhaus sowie das Hallenbad mit Strom und Wärme versorgen soll. Das Projekt sieht unter anderem eine Wärmepumpenanlage mit Erdsonden sowie Photovoltaikanlagen vor.

Der Gemeinderat wollte die Gelegenheit der sowieso anstehenden Schulhaus-Bauarbeiten beim Schopf packen, um ein anderes Problem zu lösen: Die Heizung des Hallenbads ist nämlich in die Jahre gekommen und muss ersetzt werden. Und weil auch die beiden anderen Projekte mit Energie versorgt werden müssen, hat sich eine gemeinsame Lösung aufgedrängt.

Die Taktik des Gemeinderats ging offenbar auf

Gemeindepräsident Chris Linder (FDP) freut sich über den hohen Ja-Stimmenanteil:

«Offenbar hat es die Stimmbevölkerung überzeugt, dass der Gemeinderat mehrere miteinander zusammenhängende Projekte gleichzeitig anpacken will.»

Mit dem Bau der Anlage soll im März 2023 gestartet werden, die Inbetriebnahme des Systems soll dann im darauffolgenden Sommer geschehen.

Aktuelle Nachrichten