Abstimmungen
Uitiker Stimmbürger schnüren Millionen-Paket

Dank dem deutlichen Ja an der Urne kann das Hallenbad in Uitikon saniert werden. Auch Kredite für den Ausbau des Glasfasernetzes sowie zur Sanierung der Alterswohnliegenschaften Altenweg 1 und 3 erhielten deutliche Zustimmung.

Sandro Zimmerli
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Nach den gestrigen Ja zum 1,4-Millionen-Franken-Kredit kann die erste Etappe der Hallenbadsanierung an die Hand genommen werden.

Nach den gestrigen Ja zum 1,4-Millionen-Franken-Kredit kann die erste Etappe der Hallenbadsanierung an die Hand genommen werden.

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Die Gemeinde Uitikon kann die erste Etappe zur Sanierung des Hallenbades in Angriff nehmen. Die Stimmberechtigten haben gestern einen entsprechenden Kredit in der Höhe von knapp 1,4 Millionen Franken mit 1602 Ja- zu 499 Nein-Stimmen oder einem Ja-Anteil von 76,2 Prozent, genehmigt. Die Stimmbeteiligung lag bei 76,6 Prozent.

Ebenso unumstritten waren die beiden anderen Kreditvorlagen. Zu den 5,2 Millionen Franken für den Ausbau des gemeindeeigenen Mehrzweckkommunikationsnetzes zu einem Glasfasernetz sagten 1719 Stimmberechtigte Ja und 362 Nein. Dies entspricht einem Ja-Anteil von 82,6 Prozent. Mit 1695 Ja- zu 404 Nein-Stimmen wurde schliesslich auch der Kredit von 2,76 Millionen Franken für die Sanierung der Alterswohnliegenschaften Altenweg 1 und 3 genehmigt.

Entsprechend erfreut über das deutliche Votum zeigte sich Gemeindepräsident Victor Gähwiler (FDP). «Das Ergebnis freut mich ausserordentlich. Vor allem weil es sich um ein finanziell umfangreiches Paket gehandelt hat», sagt Gähwiler. Das Ergebnis zeige, etwa beim Hallenbad, wie wichtig diese Infrastruktur für die Bevölkerung sei. «Da braucht man nicht darüber zu diskutieren, ob man ein Hallenbad braucht oder nicht», so Gähwiler. Erfreulich sei auch das klare Ja zum Glasfasernetz, zumal im Vorfeld der Abstimmung die Frage aufgetaucht sei, ob sich die Gemeinde diesbezüglich engagieren soll.

Weitere Sanierungen sind nötig

Nun geht es an die Umsetzung. Mit den rund 1,4 Millionen Franken werden einerseits die dringendsten Mängel an den wärmetechnischen und elektrischen Anlagen des Hallenbades beseitig, andererseits sind auch diverse Optimierungen geplant. So ist etwa zur Verbesserung der Eingangskontrolle die Installation eines Drehkreuzes sowie die Modernisierung des Verkaufsautomaten vorgesehen. Dieser wird durch ein Kartenzahlterminal ergänzt. Weiter plant die Gemeinde, den Fitnessbereich durch den Einbezug der Fläche des Massageraums um 29 Quadratmeter zu erweitern und mit zusätzlichen Geräten zu ergänzen. Zudem wird die Garderobenkapazität in der Sauna leicht erhöht.

Insgesamt sind in den nächsten Jahren am Hallenbad Sanierungsarbeiten in der Höhe von über fünf Millionen Franken notwendig. Unter anderem aus finanzpolitischen Überlegungen ist der Gemeinderat zum Schluss gekommen, die Sanierung zu staffeln. Mit dem nun genehmigten Kredit soll gemäss Gemeinderat «die Zeit bis zur Notwendigkeit weiterer Sanierungen ab 2020» überbrückt werden. So könne erreicht werden, dass die durch den Neubau des Werkhofes, dem Ausbau des Fussballplatzes Sürenloh und der Erschliessung des neuen Quartiers Leuen stark belastete Investitionsrechnung der politischen Gemeinde entlastet werde.

In die Jahre gekommen respektive an seine Leistungsgrenze gestossen ist auch das gemeindeeigene Mehrzweckkommunikationsnetz. Mit den rund 5,2 Millionen Franken wird die heutige Kupfer- Glasfaser-Technik, über welche die Uitiker Bevölkerung Dienstleistungen wie Radio und TV, Internet und Telefonie beziehen kann, auf leistungsfähigere Glasfasern umgerüstet. Dies sei nötig, «um weiterhin zeitgemässe und wettbewerbsfähige Leistungen anbieten zu können», schreibt der Gemeinderat in der Weisung. Die Investition, so die Exekutive, decke sich über Abonnementsgebühren ab. Steuergelder gelangten keine zum Einsatz. Mit dem Ausbau zum Glasfasernetz sollen gemäss Gemeinderat auch Drittanbieter die verschiedenen Signale über das Gemeindenetz anbieten können. Zurzeit bezieht die Gemeinde die verschiedenen Produkte für Radio/TV, Replay TV, Internet und Telefonie von der GIB-Solutions AG, Uitikon.

Für insgesamt 2,76 Millionen Franken werden schliesslich auch die Alterswohnliegenschaften Altenweg 1 und 3 sanieret. Die 16 Wohneinheiten wurden wie das Gemeindezentrum Üdiker-Huus zwischen 1976 und 1978 erstellt. Nach dieser langen Nutzungszeit müssen nun nicht nur die Küchen und Bäder, sondern auch die technischen Einrichtungen erneuert werden. Um die Energiebilanz zu verbessern, plant der Gemeinderat ausserdem, eine thermische Solaranlage für die Warmwasseraufbereitung einzubauen. Und schliesslich wird eine 4,5-Zimmer-Wohnung in zwei 2,5-Zimmer-Wohnungen aufgeteilt.