Wer eine Sportart ausüben möchte, aber über keinen Austragungsort verfügt oder aber sein eigenes Angebot bekannt machen möchte, der hat nun eine Anlaufstelle in Uitikon. Neu verfügt die Gemeinde nämlich über eine Sportkommission, wie der neusten Ausgabe der Gemeindepublikation zu entnehmen ist. Dabei gehe es vornehmlich um zwei Dinge, wie der Kommissionspräsident und Gemeinderat Walter Schelling (SVP) auf Anfrage sagt.

«Einerseits sollen Synergien in den Bereichen Raum, Personal, Material, Wissen und in weiteren Ressourcen genutzt werden und aufeinander abgestimmt werden und andererseits soll man sich auch gegenseitig zu neuen Ideen inspirieren.» So gebe es in Uitikon einige Angebote, die einen geringen Bekanntheitsgrad aufweisen. Dies sei schade und könne mit einer guten Kommunikation behoben werden, so Schelling. Dabei handelt es sich um einen Pilotbetrieb: «Nach einem Jahr soll die Arbeit evaluiert und entschieden werden, ob der Kommissionsbetrieb in einen dauerhaften Zustand überführt wird», so Schelling.

Kosten von über 15 000 Franken

In der Kommission einsitzen werden zwei Gemeinderäte, jeweils ein Vertreter des Golf-, Fussball-, Tennis- und Unihockesklubs, ein Mitglied der Schulpflege, eine Sportlehrperson sowie der Betriebsleiter des Uitiker Hallenbades. Neu sei zudem, so Schelling, dass die Kommission über einen Sportkoordinator verfüge, der als Schnittstelle diene. Diese Funktion werde von einer Lehrperson der Schule übernommen.

Für den Pilotbetrieb ist der Gemeinderat bereit, einen Betrag von zwischen 15 000 und 20 000 Franken auszugeben. «Dieses Geld wird vorwiegend für die Entschädigung des Sportkoordinators, als Entgelt von Kommissionssitzungen sowie für Drucksachen verwendet», so Schelling. Die Kommission löst die bisherige Arbeitsgruppe «Sportvision Uitikon» ab, die es seit vier Jahren gibt und deren Mitglieder nun auch in der Kommission einsitzen.

4000 Fragebögen verteilt

«Das Sportangebot in Uitikon ist sehr vielfältig. Doch war die Koordination bislang eher lose organisiert, die Verantwortlichkeiten nicht klar eingeteilt», sagt Schelling. Mit der neuen Kommission und dem Koordinator soll der Bereich Sport in der Gemeinde eine klare Struktur erhalten und auch eine legitimierte Arbeitsweise gewährleisten.

Dass eine Struktur fehlt, ist wohl auch der Bevölkerung aufgefallen. In einer gross angelegten Umfrage mit rund 4000 verteilten Fragebögen zum Sportangebot in Uitikon vom vergangenen September, kam dies zutage. Rund 1000 Fragebögen fanden den Weg zurück ins Gemeindehaus. Die Einwohner wollen eine bessere Verknüpfung, lautete der Tenor. Anlässlich der Präsentation der Ergebnisse, der rund 50 Uitiker beiwohnten, wurde eine Anlaufstelle gefordert, vergleichbar mit jener für Altersfragen der Gemeinde.