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Üetliberg-Fahrverbot: Bereits 750 Lenker ohne Bewilligung wurden verzeigt

Diese Solarbetriebene Kamera ist seit April 2016 in Betrieb.

Diese Solarbetriebene Kamera ist seit April 2016 in Betrieb.

Die Verantwortlichen sind zufrieden mit dem neuen Kontrollsystem, das die Befahrung des Üetlibergs regelt.

Seit Anfang April werden Autolenker, die das Fahrverbot in Ringlikon missachten und weiter den Üetliberg hinauf fahren, gefilmt. Stellt sich heraus, dass sie über keine Bewilligung verfügen, folgt eine Busse. In den ersten fünf Monaten wurden so rund 750 Fahrzeuglenker verzeigt, wie dem Newsletter des Vereins «Pro Üetliberg» in seiner Ausgabe von gestern zu entnehmen ist. Der Verein verweist auf Informationen des Uitiker Sicherheitsvorstands Patrik Wolf (FDP). «Wir stellen fest, dass die Fahrten auf den Üetliberg abgenommen haben», wie Wolf sagt.

Im April gab es noch eine zweite Neuerung: Seither können online Bewilligungen für eine Fahrt ins Naherholungsgebiet bezogen werden. Bis jetzt wurden 1175 solcher Einzelbewilligungen und 350 Dauerbewilligungen erteilt, so Wolf. «Klammert man aber Bewilligungen für Schindler, Swisscom oder Blaulicht- und Rettungsfahrzeuge aus, erstellten wir lediglich 60 Dauerbewilligungen.»

Touristen besser büssen

Bei lediglich sechs Prozent aller Personen, die beim unerlaubten Befahren des Üetlibergs erwischt werden, handelt es sich um Touristen, die mit einem Mietauto unterwegs sind. Hier sei man dabei, Möglichkeiten zu prüfen, um diese besser büssen zu können, so Wolf. «Es ist denkbar, dass der Vermieter des Autos künftig eine Busse begleichen muss, wenn der Mieter diese nicht zahlt.»

Mit der Übernahme des Bewilligungs- und Kontrollwesens will Uitikon Verantwortung übernehmen, wie die Gemeinde im April bekannt gab. So sollen im Zusammenhang mit dem seit dem Jahr 1911 bestehenden Fahrverbot auf dem Zürcher Hausberg Fakten gesammelt werden. Denn bis anhin bestehen weder Angaben dazu, wie viele Autos unerlaubterweise den Berg befahren, noch darüber, wer diese Lenker sind. Um eine für die Anwohner aber auch für den auf dem Üetliberg tätigen Gastro-Betrieb verträgliche Lösung zu finden, sei es wichtig, dass alle dieselben Zahlengrundlagen haben, hiess es damals.

Auf Anfrage verwies Wolf gestern darauf, dass es sich bei den von Pro Üetliberg veröffentlichten Angaben lediglich um eine Zwischenbilanz handle. «Aktuell sind wir dabei, das System mit einem Autonummern-Erkennungssystem zu ergänzen», sagt er. Eine definitive Bilanz werde wohl Ende Jahr gezogen.

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