Laut Karl Geiger, Präsident der katholischen Kirchgemeinde Dietikon, sei die Übernahme der MCLI durch den Kanton angekündigt gewesen. «Wir haben damals bei der Integration der MCLI in unseren Seelsorgeraum festgelegt, dass dies nur bis zur Pensionierung von Pfarrer Marek Gorski oder bis zur Übernahme der MCLI durch den Kanton gültig sein wird.» Dass dazwischen nur neun Monate liegen, sei hingegen etwas überraschend. Die Übernahme ist laut Geiger relativ rasch umgesetzt worden.

Vorteile für MCLI

Man habe die Kantonalisierung der MCLI im Rahmen der angeschlossenen Gemeinden vom Amt und Limmattal aber grundsätzlich unterstützt, so Geiger. «Es ist die Meinung der Kantonalkirche, dass die Organisation der MCLI nach dem bei uns letztes Jahr eingeführten Modell unverändert weitergeführt werden soll, dass aber die Kosten vom Synodalrat übernommen werden.» An der Zusammenarbeit ändere sich nichts; es werde sogar ausdrücklich gewünscht, dass die Zusammenarbeit zwischen der fremdsprachigen Seelsorge und den Ortspfarreien verstärkt werde. Das stehe so auch im Pastoralplan des Generalvikariates.

Erschwerend dabei werde sein, dass die notwendigen finanziellen Mittel dafür zentral von der Kantonalkirche zur Verfügung gestellt werden und nicht mehr einfach bei der Kirchgemeinde abgeholt werden können, sagt Geiger. «Daran wird man sich gewöhnen müssen. Wir sind jedenfalls bereit, die Zusammenarbeit zu unterstützen und zu fördern.»