Mit der Überbauung Schachenmatt geht es vorwärts: Der Baurechtsvertrag zwischen der Stadt Dietikon und der gemeinnützigen Baugenossenschaft Schächli wurde letzte Woche vom Parlament einstimmig abgesegnet, der Rekurs eines Anwohners vollumfänglich abgewiesen und das Urteil rechtskräftig – dem Baubeginn steht nichts mehr im Weg. «Wir können uns vorstellen, per 1. Juni mit den Bauarbeiten zu beginnen», sagt ein hörbar erleichterter Karl Geiger, Präsident der Baugenossenschaft.

Verzögerung bringt Vorteile

Ursprünglich hätten die Bagger bereits im September auffahren sollen. Ein Rekurs gegen die Baubewilligung hatte das Projekt aber aufgehalten. Die Verzögerung habe auch ihre Vorteile, so Geiger. Zur Überbauung Schachenmatt gehören drei Blockelemente; Block A und B werden von der Baugenossenschaft Schächli realisiert, Block C entlang des SBB-Trassees von der Siedlungsgenossenschaft Eigengrund. «Je näher die Projekte zeitlich realisiert werden können, desto mehr Synergien können genutzt werden», sagt Geiger.

Die Baubewilligung für den Block C soll diese Woche erteilt werden, bestätigt Lucas Neff, Dietiker Vorstandsmitglied der Siedlungsgenossenschaft Eigengrund. Während Neff sich nicht zur möglichen Gefahr eines Rekurses äussern möchte, schätzt Geiger diese als sehr gering ein: «Der Gestaltungsplan ist bereits rechtskräftig, gebaut wird so oder so.» Geiger rechnet – wenn überhaupt – nur mit kleinen Anpassungen, die mit einem allfälligen Rekurs erwirkt werden könnten.

Bis Ende 2013 sollen total 84 gemeinnützige Wohnungen entstehen

Unter Einberechnung der dreissigtägigen Rekursfrist gehen Geiger und Neff davon aus, dass der Spatenstich für Block C mit einem Abstand von drei bis sechs Monaten zu demjenigen für die Blocks A und B stattfinden wird. Bevor mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen werden kann, müssen die drei Häuser auf dem Grundstück entlang der Gleise abgerissen werden.

Kommt den Projekten nichts mehr in die Quere, sollen auf der Schachenmatt bis Ende 2013 total 84 gemeinnützige Genossenschaftswohnungen entstehen, darunter zwölf subventionierte Wohnungen. Ausserdem sollen ein Kindergarten, ein Gemeinschaftsraum und eine Tagesstätte gebaut werden.

Die Wärmeversorgung für alle drei Blocks erfolgt durch eine Wärmepumpe, die das Grundwasser um zwei Grad Celsius abkühlt. Das AWEL, das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft, hat laut Geiger dem Antrag eben zugestimmt. Weiter sollen Solarkollektoren Wärme für Wasser und Heizung liefern. Nur Strom soll laut Geiger keiner produziert werden. «Die entsprechenden Kanäle sind geplant, aber solange wir den Strom nicht verkaufen können, werden wir auch keinen produzieren.»