Startup «Do Nxt»
Überwältigend nach nur zwei Monaten: Über 750 Künstler meldeten sich an

Das junge Schlieremer Startup, das Kunstschaffenden einen Zustupf zum Monatseinkommen ermöglichen will, wird von Anfragen förmlich überrannt.

Sophie Rüesch
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Der Gründer und CEO von «Do Nxt» Joris Straatman ist «überwältigt vom grossen Andrang» der Kreativen.

Der Gründer und CEO von «Do Nxt» Joris Straatman ist «überwältigt vom grossen Andrang» der Kreativen.

Sophie Rüesch

Vor zwei Monaten erst ist die Crowdfunding-Plattform «Do Nxt» ins Netz gegangen. Heute kann sie sich vor Anmeldungen kaum retten: Wie das Startup mit Sitz in Schlieren mitteilt, sind schon über 750 Anfragen von Kunstschaffenden eingegangen, die auf der Plattform um monatliche Unterstützungsbeiträge buhlen wollen. Für das kleine Team um Gründer und CEO Joris Straatman ist das eine grosse Herausforderung. Denn auf der Seite kann sich nicht einfach anmelden, wer will: Ihr Profil wird erst dann freigeschaltet, wenn es auch den Ansprüchen der Firma entspricht.

Straatman ist «überwältigt vom grossen Andrang» der Kreativen. Ein Grund dafür dürfte sein, dass das Angebot von «Do Nxt» in Europa (noch) einzigartig ist. Im Gegensatz zum herkömmlichen Crowdfunding, das hierzulande etablierte Plattformen wie «We make it» oder «100 Days» anbieten, geht es bei «Do Nxt» nämlich nicht um projektbasierte Schwarmfinanzierung. Die auf «Do Nxt» angemeldeten Künstlerinnen und Künstler hoffen auf wiederkehrende monatliche Zustupfe, mithilfe derer sie ihr Künstlerdasein finanzieren können. «Mit der Idee haben wir uns einem Kernproblem der kreativen Bevölkerung gewidmet», so Straatman.

Als Gegenleistung bieten die Kreativen ihren Mäzeninnen und Mäzenen etwa eine Atelierführung, eine Musikdatei oder ein kleines Kunstwerk. Weniger rasant, aber doch stabil ist seit der Lancierung denn auch die Zahl der Unterstützungen auf 70 gewachsen. Der bisher erfolgreichste «Do Nxt»-Künstler, der in Holland wohnhafte Schweizer Bildhauer Josua Wechsler, kann mit den Beiträgen nach eigenen Aussagen bereits «einen Grossteil» seiner Lebenskosten decken.