Drei der Kinder der Familie gingen in Kilchberg in die Primar- und Sekundarschule, das jüngste kam in der Schweiz zur Welt. Das Komitee hierzuhause.ch, das sich für die Familie einsetzte, bezeichnete diese als "bestens integriert".

Das Asylgesuch wurde jedoch vom Staatssekretariat für Migration (SEM) abgelehnt und das Bundesverwaltungsgericht entschied im Februar 2016, dass die Wegweisung der Familie zumutbar sei. Mit der Ausreise der Familie im Juni nach Russland erliess das SEM ein Einreiseverbot.

Beurteilung des Gerichts zählt nach wie vor

Im August beantragte die Familie eine Aufenthaltsbewilligung. Dabei seien keine wesentlichen neuen Dokumente eingereicht oder Tatsachen geltend gemacht worden, die nicht bereits zum Zeitpunkt des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts bekannt gewesen wären, teilte das kantonale Migrationsamt am Mittwoch mit. Die Beurteilung des Gerichts habe nach wie vor Geltung.

Weil der Kanton Zürich nicht abschliessend über das Gesuch entscheiden kann, sondern für die Wiedereinreise die Zustimmung des SEM notwendig ist, holte das Migrationsamt eine Stellungnahme ein, wie es in der Mitteilung heisst.

Kirchenasyl für integrierte Familie

Kirchenasyl für integrierte Familie

Die Kilchberger Kirche gewährt der von der Ausschaffung bedrohten Familie eine Zeit lang Asyl, bevor sie ausgeschafft wurde. Für Gegner ist das kirchliche Eingreifen in den Rechtsstaat bedenklich.

Das SEM stuft die Rückkehr nach Russland weiterhin als zumutbar ein und würde daher die Zustimmung zur Wiedereinreise verweigern. Das Migrationsamt hat im Einklang mit dieser Beurteilung das Gesuch der Familie um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung im Kanton Zürich abgewiesen.