Unterengstringen
Trotz Zweifel am Nutzen stimmt Unterengstringen für den Polizeiverbund

Fragen nach dem Sinn und den Finanzen prägten in Unterengstringen die Diskussion um den Polizeiverbund mit Weiningen. Die Vorlage wurde trotzdem mit 50 zu 24 Stimmen angenommen. Heute entscheidet das Weindorf über das Schicksal des Zweckverbandes.

Sandro Zimmerli
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Das Schicksal des Polizeiverbundes liegt in den Händen der Weininger Stimmberechtigten.

Das Schicksal des Polizeiverbundes liegt in den Händen der Weininger Stimmberechtigten.

Peter Siegrist

Als «Flickwerk» bezeichnete ein Votant den Polizeiverbund rechtes Limmattal an der Unterengstringer Gemeindeversammlung vom Mittwochabend. Einerseits sei er der Ansicht, dass die im Limmattal und speziell in Unterengstringen stationierten Kantonspolzisten ausreichen würden, um die Sicherheit zu gewährleisten. Andererseits bemängelte er, dass die Kosten für den Betrieb des vier Mann starken Polizeiverbundes zwei Steuerprozenten entsprächen, und damit zu teuer sei. Die jährlichen Folgekosten belaufen sich für Unterengstringen auf 235 300 Franken. Gemeindepräsident Peter Trombik entgegnete, dass man alles seriös abgeklärt habe. Nur mit vier Mann könne man einen Dienst gewährleisten, der seinen Namen auch verdiene. Es sei zwar so, dass sich in Unterengstringen ein Posten der Kantonspolizei befinde. «Ein Posten alleine garantiert aber noch lange keine Sicherheit», so Trombik.

Weininger Entscheid fällt heute Abend

Weiter erklärte Trombik, dass er es auch lieber sehen würde, wenn auch Oberengstringen und Geroldswil im Verbund mitmachen würden. «Wir können diese Gemeinden aber nicht zwingen, sich dem Polizeiverbund anzuschliessen. Wir hoffen aber auf einen Nachahmungseffekt», hielt er fest. Trotz dieser Bedenken wurde der Gründung des Zweckverbandes zugestimmt.

Seinen Betrieb aufnehmen kann der Polizeiverbund allerdings nur, wenn heute Abend auch Weiningen der Gründung zustimmt. Bereits letzte Woche hat sich Oetwil für einen Anschlussvertrag ausgesprochen. Damit verpflichtet sich die Gemeinde Oetwil, polizeiliche Dienstleistungen im Umfang von 1100 Stunden pro Jahr beim Verbund einzukaufen.