Wirtschaftsforum
«Trotz Stallgeruch haben wir sogar in den Städten Fuss gefasst»

Unglaubliche Ökoprojekte und eine Bank auf Wachstumskurs, das waren die Themen am 13. Forum Wirtschaftsstandort Limmattal in Geroldswil. Es sprachen Öko-Pionier Walter Schmid und Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz.

Jürg Krebs
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Öko-Unternehmer Walter Schmid und „Mr. Raiffeisen" Pierin Vincenz können ungewöhnliche Wege gehen. Welche, das erklärten sie dem gestern zahlreich erschienenen Publikum am 13. Forum Wirtschaftsstandort Limmattal in Geroldswil.

Neue Grenzen bei Umwelt- und Energietechnologie

Walter Schmid sagte: „Meine Vision ist es, Ökonomie und Ökologie ohne Komforteinbusse zu vereinigen." Ende August eröffnet Schmid in Spreitenbach eine bislang einmalige Umwelt-Arena, in der vorgeführt wird, was im Bereich Umwelt- und Energietechnologie möglich ist. Und es ist vieles möglich, wie Schmid darlegte. Wird die vorhandene Technik konsequent angewandt, können laut Schmid die Schweizer Antomkraftwerke abgeschaltet werden.

An der Raiffeisen haftet Stallgeruch

Pierin Vincenz sagte über den Erfolg seiner Raiffeisen-Gruppe: „Sogar in den Städten haben wir Fuss gefasst, obwohl uns Stallgeruch anhaftet." Mit gutem Grund wie er weiter ausführte. 20 Prozent der Städter mögen Stallgeruch, so die Überlegung von Vincenz. Und schalkhaft fügte er an: „20 Prozent Marktanteil sind für den Beginn nicht schlecht!" Also habe man den Schritt gewagt und gewonnen. Pierin Vincenz hält seine Raiffeisen-Gruppe seit Jahren auf Erfolgskurs.

Sein Erfolgsgeheimnis: das Bankengeschäft vor Ort. Wer die Leute, die Umgebung kenne, der wisse auch was er tue. Vincenz setzt auf Vertrauen in seine Mitarbeitenden und überträgt ihnen Entscheidungskompetenzen. Er selbst hört durchaus auf sein Bauchgefühl. Es sei eine Kunst schnelle Entscheidungen treffen zu können, wenn keine vollständigen Informationen zur Verfügung stehen.

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Jürg Krebs