Kantonsschule Limmattal

Trotz Sparmassnahmen: Rektor erwartet keine Verzögerung des Erweiterungsbaus

Kantonsschule Limmattal.

Kantonsschule Limmattal.

Gemäss der Leistungsüberprüfung setzt der Kanton auch bei der Bildung den Rotstift an. Der Rektor der Kantonsschule Limmattal glaubt jedoch nicht, dass dies den geplanten Erweiterungsbau verzögern könnte.

Im Rahmen der Leistungsüberprüfung will der Kanton auch bei den Mittelschulen bis 2019 knapp 44 Millionen Franken einsparen. Laut Baudirektor Markus Kägi (SVP) sollen auch einige Bauprojekte dieser Schulstufe verschoben werden. Was bedeutet das für den geplanten Bau einer Aula und zweier Turnhallen bei der Kantonsschule in Urdorf?

Rektor Werner De Luca sieht diesbezüglich noch keinen Grund zur Beunruhigung: «Ich habe bisher noch keine Signale erhalten, dass das Sparpaket des Kantons unseren Erweiterungsbau tangieren wird», sagt er. Andere Massnahmen, die der Regierungsrat ergreifen will, würden jedoch starke Auswirkungen auf die Kantonsschule haben. So soll etwa das Pflichtpensum für Lehrer in den Fächern Deutsch und moderne Sprachen von 22 auf 23 erhöht und damit jenem der naturwissenschaftlichen Lehrpersonen angeglichen werden.

Weiter verspricht sich der Kanton von einer Änderung des Finanzierungsmodells Einsparungen von 12,6 Millionen. So sollen Kantonsschulen zum Beispiel für das Untergymnasium künftig weniger Geld erhalten als für das Obergymnasium, weil der Schulbetrieb laut Bildungsdirektorin Silvia Steiner (CVP) dort weniger kostet. Was diese Änderungen angeht, stellt sich De Luca hinter die Haltung der Schulleiterkonferenz und weiterer Berufsverbände. In einer gemeinsamen Mitteilung nahmen sie den Massnahmenkatalog «mit Sorge zur Kenntnis». Sie würden insgesamt «stark zulasten des Unterrichts» gehen und die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte «markant verschlechtern».

Die Mittelschulen listen in ihrer Mitteilung zudem alternative Sparvorschläge auf. So könnten gemäss ihrer Einschätzung etwa mit einer Gebührenerhöhung, einer Reduktion der Infrastrukturkosten und einer temporären Erhöhung der Klassengrössen alleine 11 bis 14 Millionen pro Jahr eingespart und dabei «der Schaden für den Kernauftrag der Schule in Grenzen gehalten» werden. (fn)

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