Zwei Höchstmarken kann die Regio Spitex Limmattal (RSL) im aktuellen Jahresbericht 2016 verkünden. 4400 Stunden mehr für Pflegeleistungen nach Krankenkassenleistungsverordnung (KLV) als im Vorjahr wurden erbracht, was einem Plus von knapp 16 Prozent entspricht. Total wurden gut 32 000 KLV-Stunden verrechnet. Bei den Nicht-Krankenkassenleistungen gab es zwar keinen Anstieg; sie sind mit 9000 Stunden in etwa gleich blieben. Unter dem Strich übersprang die Regio Spitex aber erstmals in der neunjährigen Geschichte der Organisation die Marke von 40 000 Stunden, wie RSL-Präsident Jürg Brändli im Bericht stolz festhält. Folgerichtig legte auch der Umsatz zu und erreichte 5,2 Millionen Franken; budgetiert waren 4,6 Millionen Franken.

Bei zwei der drei Partnergemeinden erhöhte sich die Nachfrage gegenüber dem Budget: In Schlieren wurde ein Plus von 20, in Dietikon von 16 Prozent verzeichnet. In Urdorf dagegen ging die Nachfrage um knapp fünf Prozent zurück. Entsprechend stiegen die Gemeindebeiträge in Dietikon (von budgetierten 990 000 auf 1,2 Millionen Franken) und Schlieren (von budgetierten 700 000 auf 750 000 Franken) und fielen in Urdorf (von budgetierten 560 000 auf 500 000 Franken).

Wechsel auf das Smartphone

Nicht nur beim Ertrag, sondern auch beim Aufwand wurden die Budgetvorgaben nicht eingehalten. Zwar konnte beim Sachaufwand gespart werden (Budget: 590 000, Rechnung 495 000 Franken). Die Personalkosten dagegen stiegen von budgetierten 4 auf 4,7 Millionen Franken. Grund dafür war vor allem die Digitalisierung der Pflegedokumentation, die im letzten Jahr eingeführt wurde. Anfang Mai erfolgte der Wechsel vom Papier auf das Smartphone. Seither ruft das Personal vor Ort über das Phone die Pflegeaufträge ab und dokumentiert auch alle Verabreichungen, was – einmal eingeführt – Entlastungen für die Mitarbeiter bringt.

Zunächst aber habe das Projekt den Mitarbeitern einiges abverlangt, so die Geschäftsführerin Elsbeth Liechti in ihrem Bericht. Um den Mehraufwand zu kompensieren, setzte die RSL zusätzliches temporäres Personal ein. Inzwischen habe sich die elektronische Pflegedokumentation bewährt, die Mitarbeiter seien besser informiert und die Informationen schneller und gut leserlich verfügbar, so Liechti. Weniger erfreulich ist für die RSL, dass trotz diverser Marketingmassnahmen die Zahl der Mitglieder auch 2016 rückläufig war. Nach 1179 in 2014 und 1135 in 2015 beträgt sie jetzt noch 1049.