Oetwil
Trotz Regen mehr Besucher am Kellerfest als erwartet

Am Kellerfest in Oetwil zeigten sich die Kinder beim Foto-Orientierungslauf einfallsreich. Und die Siegerin des Ballon-Wettbewerbs freute sich riesig.

Ly Vuong
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Das 47. Kellerfest in Oetwil
32 Bilder
 Die Drittplatzierte des Ballonwettbewerbs Julia Schmitter - ihr Ballon flog 170 Kilometer weit bis nach Zammerberg.
 Fantasiewesen beehren das Kellerfest
 Die Geschwindigkeit beim Karussell geniessen und den Kollegen einen Handschlag geben.
 Gemeinderätin Rahel von Planta moderiert die Preisverleihung des Bild-OLs und erzählt, wie es zum OL kam.
 Gemeindepräsident Paul Studer am FDP-Stand, der Kaffee, Cremeschnitten und Pilzrisotto anbietet.
 Nicole Fontanive vom Elternclub Mikado schminkt die Kinder und sagt, dass Superhelden wie Spiderman bei den Buben, und Einhörner, Kätzchen und andere Fantasiewesen bei den Mädchen beliebt seien.
 Diese beiden Mädchen helfen einander den Zettel am Ballon zu befestigen. Als Team ist man stärker.
 Dieses Fenster vom alten Stein-Gerätehaus an der Dorfstrasse hat Hans Harlacher (im Bild) für einen OL-Posten ausgewählt.
 Die glücklichen Gewinner des Bild-OLs haben je einen Gutschein vom Volg-Laden gewonnen.
 Mariana Ragaz mit ihrem Freund und Neuzuzüger Alessandro Mattioni. Er zog aus Zürich nach Oetwil. "Oetwil ist ein kleines Dorf - hier kennt man die Nachbarn besser als in der Stadt und man grüsst sich", so Mattioni.
 Therese Achermann hat den OL-Plan gezeichnet. Sie ist seit 34 Jahren OL-Läuferin und hat schon etliche Karten gezeichnet. Oetwil zeichnet sich durch viele kleine Wege aus, was die Ortschaft für OL-Läufer interessant und schwierig macht.
 Gemeindeschreiber Pierluigi Choidini zeigt einen Apfel mit Oetwil-Wappen
 Vater Mike Ragaz mit Sohn Miles (links) und Mitch, der beim Wurfstand einen Pfeilbogen gewonnen hat.
 Ursi Vogt von den Naturfreunden Altberg ist seit 20 Jahren beim Kellerfest dabei. Die Bar "Dä Stall" bietet seit 20 Jahren Älplermagronen an.
 Am Kellerfest dürfen sich Nachwuchstalente als Feuerwehrmann üben.
 Der Chräbsenbach, hier im Bild, der auch Lösungswort des Bild-OLs war, stellte selbst auch einen OL-Posten dar.
 Auch das alte Gemeindehaus an der Dorfstrasse darf beim Bild-OL neu entdeckt werden. Im Bild Hans Harlacher, der den Orientierungslauf organisiert hatte.
 Die Finalisten des letztjährigen Ballonflugwettbewerbs. Die jüngste im Bund Maëlle Maurer kann gut lachen – ihr Ballon flog am weitesten mit 219 Kilometern bis nach Axams.
 Neben Bild-OL-Karten verkauft die sechste Klasse des Schulhaus Letten am Kellerfest auch Kuchen um die Klassenkasse zu verbessern - im Bild mit Klassenlehrerin Daniela Trebo und Bild-OL-Initiant Hans Harlacher
 Beim Feuerwehrstand kann es nicht genug Wasser haben
 Beim Bild-OL werden die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen. Moderiert wird die Rangverkündigung von Gemeinderätin Rahel von Planta.
 Zweitplatzierter des Ballonwettbewerbs Jesse Weiss - sein Ballon flog 198 Kilometer weit bis nach Niederthal
 Das Kellerfest sei immer etwas schönes, findet diese Gruppe.
 Die elfjährige Sasika verkauft Spielsachen am Kinderflohmarkt. Der Regenschirm schützt.
 Die Fliehkraft lässt sich am besten am Karussell erfahren.
 Drei Generationen am Kellerfest
 Die Fliehkraft lässt sich am besten am Karussell erfahren.
 Der FC Oetwil-Geroldswil bot Crêpes an.
 Die Ballone machen sich auf einen weiten Weg, begleitet werden sie von kleinen Regentropfen.
 Wer wohl dieses Jahr gewinnt?
 Beim Heissen Draht vom Gewerbeverein Geroldswil-Oetwil konnte man ein Fahrrad gewinnen

Das 47. Kellerfest in Oetwil

Ly Vuong

Weil der Regen das Kellerfest heimsuchte, wurde Gemeindepräsident Paul Studer an seinem FDP-Stand gefragt, ob er denn nicht einen Draht nach oben hätte. «Nicht einmal als Gemeindepräsident habe ich einen Einfluss auf das Wetter», scherzte Studer zurück. Aber trotz des Regens sind mehr Besucher gekommen, als Michal Felt, der Präsident des Organisationskomitees, erwartet hatte. Mit seinen 17 Jahren Kellerfest könne er sicher ein Buch mit Anekdoten füllen, sagte Felt am Samstag. Die diesjährige Auflage ginge wohl mit Einfallsreichtum in die Geschichte ein.

So hatte dieses Jahr der Einwohner und Orientierungsläufer Hans Harlacher eine besondere Überraschung fürs Kellerfest. Er gestaltete einen Bild-Orientierungslauf für Gross und Klein. Verschiedene idyllische und bemerkenswerte Orte hatte Harlacher dafür fotografiert und auf einer Karte vermerkt.

Chräbsenbach brachte Glück

Wer den Zahlen auf der Karte folgte, fand die zwölf Posten und musste vor Ort Fotoausschnitte identifizieren, um das richtige Lösungswort herauszufinden. Historische Orte im Dorf konnten damit neu entdeckt werden. Eine alte Inschrift beim Haus an der Schmittengasse trägt neben der Jahrzahl «1804» die Buchstaben «H» und «L» sowie das Symbol eines Hammers. Harlacher glaubt, dass der Hammer bestens zur Schmittengasse passe und das «L» für «Lang» stehe, ein altes Oetwiler Geschlecht. Der Lauf führte die Besucher weiter über die Dorfstrasse und über Stock und Stein zum Chräbsenbach, der dem Foto-Orientierungslauf als Lösungswort diente. Einen Hinweis gab Harlacher den Teilnehmern: Das Lösungswort teile Oetwil in Ost und West.

Einfallsreich zeigten sich die jungen Gewinner des Orientierungslaufs, die dann unter den erfolgreichen Teilnehmern per Los gezogen wurden. Die Kinder fanden das Lösungswort, ohne alle Posten abzulaufen. «Es war nicht zu schwierig», sagte Gewinnerin Kira Grüninger, die mit ihrer besten Freundin Valentina Kunz zusammen die Lösung fand. Auch der neunjährige Nico Peter schaffte es, mit älterem Bruder Sandro und Kollege Gian von Planta das Rätsel zu lösen.

Luftballon flog 219 Kilometer weit

Beim beliebten Ballonflugwettbewerb liessen sich die Kinder auch nicht von den Regentropfen entmutigen. Mit viel Teamgeist halfen sie sich gegenseitig, wenn nötig, zwei Ballone an einer Karte zu befestigen. Die Freude der Gewinner des letztjährigen Ballonwettbewerbs war sehr gross. Der Ballon der vierjährigen Maëlle Maurer flog 2016 am weitesten: nämlich 219 Kilometer weit bis ins österreichische Axams. Die Gewinnsumme wird Maëlle ins Sparkässeli werfen, verriet ihre Mutter.

Einen Batzen verdienten sich am Kellerfest auch die Vereine – so zum Beispiel auch die Naturfreunde Alberg, die zusammen mit dem Bergclub Höngg «dä Stall» betrieben, wo seit jeher Älplermagronen serviert werden. Beim «Stall» mit dabei ist zum Beispiel seit 20 Jahren auch Ursi Vogt. Einer Tradition wie dem Kellerfest tut der Regen eben keinen Abbruch.