Laufsport
Trotz Prachtwetter: 26. Ausgabe des Wiesentälilaufs zog weniger Laufbegeisterte an

Über 160 Läuferinnen und Läufer haben sich für den diesjährigen Wiesentälilauf angemeldet. Das sind weniger als letztes Jahr und auch weniger als im Durchschnitt. Diejenigen, die dabei waren, hatten jedoch Spass.

Michel Sutter
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Die Kategorie der Schülerinnen U10 war mit 33 Starterinnen die grösste am diesjährigen Wiesentälilauf.

Die Kategorie der Schülerinnen U10 war mit 33 Starterinnen die grösste am diesjährigen Wiesentälilauf.

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Es ist kurz nach Mittag, als eine Gruppe von Frauen und Männern mit ihren Kindern an der Hand in den Zielraum des Wiesentälilaufs sprinten. Plötzlich biegt eine Frau alleine in die Zielgerade oberhalb des Bauernhofs Wiesentäli ein. «Wo ist Ihr Kind?», fragt Barbara Hugi vom Organisationskomitee verdutzt. «Er ist mir davongerannt», antwortet die Mutter. Beide lachen.

In der Kategorie ElKi, in der die Frau mit ihrem Sohn teilnimmt, geht es nicht darum, möglichst schnell zu sein. Der Spass steht im Vordergrund. Auch bei Armin Wrobel, der mit seiner dreijährigen Sarina gestartet ist. «Sie wollte unbedingt mitrennen, weil ihre ältere Schwester in der Mädchenriege ist», sagt der Geroldswiler. Er macht zum ersten Mal am Wiesentälilauf mit und ist begeistert: «Es ist echt toll hier und sehr motivierend.» Und auch Sarina nickt bei der Frage, ob sie Spass gehabt habt.

Neben Sarina und ihrer Familie haben sich insgesamt über 160 Läuferinnen und Läufer für den diesjährigen Wiesentälilauf angemeldet. Trotz des Prachtswetters, das an diesem Sonntag herrscht, sind das weniger als letztes Jahr und auch weniger als im Durchschnitt.

«Normalerweise zieht der Wiesentälilauf 180 bis 220 Teilnehmende an», sagt OK-Präsident Erwin Hugi. «Doch in diesem Jahr fehlen zum Beispiel die Dietiker, weil sie in einem Trainingslager sind», sagt Hugi. «Auch aus dem Säuliamt ist niemand da. Dafür sind aus Weiningen mehr dabei als letztes Jahr.» Und diese belegen in den Kategorien der Kinder gleich mehrere Podestplätze. Dass die Nachbarsgemeinden dabei sind, freut Hugi ganz besonders. «Früher machten nur eine oder zwei mit», sagt er. «Jetzt sind es mehrere.»

Freuen kann sich Hugi auch darüber, dass es diesmal kein Malheur gibt wie im vergangenen Jahr, als die Medaillen nicht rechtzeitig geliefert worden waren. Diesmal hält er bei der Siegerehrung die Edelmetalle bereit. Und es habe auch keine Zwischenfälle gegeben, abgesehen von einem Schubser bei Rennen in der Kategorie der Schüler, bei dem ein Junge um seine Chance auf eine Medaille gebracht wurde. «Sie haben sich alle sehr gut aufgeführt», sagt Hugi.

Wiesentälilauf auch 2019

Wermutstropfen bleibt jedoch die tiefere Teilnehmerzahl. Hugi hofft, dass beim Wiesentälilauf künftig wieder mehr Läuferinnen und Läufer mitmachen. «Wir haben attraktive Preise», sagt er. «Und die Anlage ist wunderschön.»

Wann der Wiesentälilauf im nächsten Jahr genau durchgeführt wird, ist laut Hugi noch unklar. Aber: «Es wird am ersten oder zweiten Wochenende im April sein.»

Dann werden vermutlich auch Wrobels wieder mitlaufen. «Es hat uns sehr gut gefallen», sagt Armin Wrobel.