Das Höhenfeuer brennt, die Feuerwerke erleuchten den Nachthimmel, 1.-August-Lampione verbreiten eine gemütliche Stimmung. Doch weil die Feier zu weit weg von Schlieren ist, können viele Schlieremer nicht teilnehmen. Das war die Sorge von Gemeinderätin Heidemarie Busch (CVP). Deshalb schrieb sie in einer Anfrage an den Stadtrat Schlieren, ob er «in den folgenden Jahren dafür sorgen wird, dass die Bevölkerung besser über die Feier zum Nationalfeiertag informiert wird».

Im Speziellen ging es ihr dabei um den Shuttlebus, der die Anwohner im Stundentakt an die 1.-August-Feier bringt. Dieser sei dieses Jahr fast immer leer gefahren, schreibt Busch in ihrer Anfrage. Den Grund sieht sie darin, dass «der Bevölkerung die Information gefehlt habe und sie deshalb die Busse nicht in Anspruch genommen hat».

Busch initiierte den Einsatz der Shuttlebusse vor zwei Jahren. Damit wollte sie insbesondere Senioren die Teilnahme an den Feierlichkeiten ermöglichen. Dass nun im zweiten Jahr der Shuttlebusfahrten bereits auf die Flyer in den Briefkästen verzichtet wurde, störte die Gemeinderätin. «Die Feier ist ausserhalb am Waldrand gelegen, sodass sie nur mit dem Velo und zu Fuss erreichbar ist», so Busch.

Flyer an öffentlichen Orten

Der Schlieremer Stadtrat antwortete, dass dieses Jahr 200 Flyer gedruckt worden seien und diese an öffentlichen Einrichtungen wie dem Alterszentrum Sandbühl, der Bibliothek und verschiedenen Restaurants ausgehängt wurden. Man habe auf die Flyer in den Briefkästen verzichtet, da «davon ausgegangen wurde, dass mehr Personen angesprochen werden, wenn sämtliche Flyer an stark frequentierten Orten aufgelegt statt in einzelne Briefkästen eingeworfen werden».

Die zweite Frage von Heidemarie Busch war, ob die Leerfahrten nun als solche gezählt würden und somit ein Rückschluss auf das Bedürfnis solcher Fahrten gezogen werde. In seiner Antwort auf diese Frage ging der Stadtrat auf die unterschwellige Angst ein, dass der Shuttle-Transport abgeschafft werde. Er versicherte in seiner Antwort: «Wenn dieser Dienst auch weiterhin nachgefragt wird, wird das Angebot bis auf weiteres aufrechterhalten.»

Die Online-Information fehlte

Busch zeigt sich auf Anfrage zufrieden mit der Rückmeldung des Stadtrats: «Man ist nicht auf alle Fragen und Reklamationen eingegangen, aber grundsätzlich erreichte ich, was ich wollte», sagt sie.

Beispielsweise würde sie sich zudem auch wünschen, dass künftig auf der Website der Stadt auf den Shuttledienst an die Feier hingewiesen würde. «Wie die Anregungen nun umgesetzt werden, kann ich aber erst nächstes Jahr am 2. August sagen», so Busch.