Uitikon

Trotz hohen Investitionen soll Steuerfluss in Uitikon auf 80 Prozent sinken

Am 26. November befindet die Gemeindeversammlung über das Budget.

Am 26. November befindet die Gemeindeversammlung über das Budget.

Obwohl in den kommenden Jahren wegen des Wachstums hohe Investitionen anstehen, soll der Steuerfuss auf 80 Prozent sinken.

Bereits vor einem Jahr senkte die Gemeindeversammlung den Uitiker Gesamtsteuerfuss um ein Prozent. An der Budgetversammlung vom 26. November soll er um weitere zwei Prozent herunter. Zumindest, wenn es nach dem Gemeinderat geht. In seinem Antrag an die Stimmberechtigten beantragt er eine Senkung des Steuerfusses von 37 auf 35 Prozent.

Gemeinsam mit dem Steuerfuss der Schulgemeinde von 45 Prozent würde Uitikon also einen Gesamtsteuerfuss von 80 Prozent vorweisen. Einen der tiefsten im Kanton Zürich. Im aktuellen Rechnungsjahr weist die Gemeinde Kilchberg mit 72 Prozent den tiefsten Wert auf.
Bei einem budgetierten Aufwand von 36,5 Millionen Franken rechnet die Gemeinde mit Erträgen von 36,4 Millionen. Der geringe Aufwandüberschuss solle dem zweckfreien Eigenkapital entnommen werden, das sich per Ende 2020 voraussichtlich auf 37,4 Millionen beläuft. Mehrausgaben erwartet die Gemeinde im kommenden Jahr wegen des Umzugs der Gemeinde- und Schulbibliothek in ein Provisorium, steigender Tarife im Gesundheitswesen sowie erhöhter Leistungen im Bereich Soziales. Der Finanzausgleich, den die Gemeinde an den Kanton entrichten muss, ist mit 13,3 Millionen Franken um eine Million höher, als er es im Budget für 2019 war.

In der bis ins Jahr 2023 reichenden Finanzplanung der Gemein de verweist die Exekutive auf positive Aussichten. Bis in vier Jahren wird Uitikon knapp 5500 Einwohner haben. Ende 2018 waren es noch 4330. Durch die Steuerfusssenkungen der politischen Gemeinde wird beabsichtigt, das Nettovermögen auf einen Wert von über 2500 Franken pro Einwohner abzubauen. Für 2021 planen die Verantwortlichen einen Steuerfussabtausch von einem Prozent von der politischen Gemeinde hin zur Schulgemeinde.

Bis 2023 sollen 20 Millionen investiert werden

Das Budget der Schulgemeinde sieht ein Minus von rund 270'000 Franken vor. Bei einem Steuerfuss von 45 Prozent sollen Ausgaben in der Höhe von knapp 18,2 Millionen Franken getätigt werden. Die Einnahmen erreichen einen Wert von 17,9 Millionen Franken. Somit reduzierte sich das Minus im Vergleich zum Vorjahresbudget von knapp 900000 Franken um über 600'000 Franken. Die Schulpflege betont in der Weisung zur Gemeindeversammlung, dass der starke Schülerzuwachs ins Geld geht. Ging man für 2019 von gut 400 Kindern aus, sollen es im kommenden Jahr bereits 450 sein. Für die Planperiode bis 2023 sollen über 20 Millionen Franken unter anderem in neue Infrastruktur investiert werden.
Die Rechnungsprüfer empfehlen beide Budgets zur Annahme.

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