Dietikon
Trotz Corona herausragend: Lehrabgängerinnen waren in diesem Jahr äusserst erfolgreich

Die Stadt Dietikon zeichnete die besten Lehrabgehenden aus. Dieses Jahr waren es fünf Frauen, die sich über die Prämie von 600 Franken aus dem Legat Dr. Ing. Max Koenig freuen durften.

Carmen Frei
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Die Lehrabgängerinnen Joëlle Bachmann, Melanie Bossard, Ramona Bucher, Carla Huser und Nurya Guggisberg (v.l.n.r.) wurden für ihre Leistungen mit je 600 Franken aus dem Stiftungsvermögen prämiert.

Die Lehrabgängerinnen Joëlle Bachmann, Melanie Bossard, Ramona Bucher, Carla Huser und Nurya Guggisberg (v.l.n.r.) wurden für ihre Leistungen mit je 600 Franken aus dem Stiftungsvermögen prämiert.

Carmen Freit

Er habe sich dafür starkgemacht, dass der Anlass durchgeführt werden könne, sagte Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP) in seiner Ansprache. Viele Lehrabgängerinnen und -abgänger seien schon enttäuscht gewesen, da keine Diplomfeiern stattfinden konnten. Am Mittwochabend wurden die besten Lehrabgehenden aus Dietikon im Stadthaus prämiert. Jedes Jahr erhalten sie für ihre Leistung je 600 Franken aus dem Legat Dr. Ing. Max Koenig.

«Das Ganze muss dieses Jahr in einem speziellen Rahmen stattfinden», sagte Bachmann zu Beginn. Er habe von vielen vernommen, dass sie Angst hätten, als «Coronajahrgang» abgestempelt zu werden. Er mache sich angesichts der guten Leistungen aber keine Sorgen. «Es hat dieses Jahr viel gebraucht, um in die Kränze zu kommen», erklärte er.

Die besten fünf unter 17 Bewerbungen ausgewählt

Insgesamt hatten sich 17 Lehrabgehende für die Prämie beworben, aber nur fünf werden jeweils ausgezeichnet – in diesem Jahr allesamt Frauen. «In der Schweiz hat die Lehrausbildung einen hohen Stellenwert», lobte Bachmann. Die Lehrabgängerinnen sollen das durchlässige Bildungssystem nutzen, denn in der heutigen Zeit sei eine stetige Fortbildung wichtig.

Anstelle des üblichen Apéros wurde den Prämierten eine Tasche von der Stadt überreicht, die unter anderem ein Geschenk der Confiserie Sprüngli enthielt. Diese gehöre schon zu den Stammgästen bei der Prämierung, sagte Bachmann. Dieses Jahr vertrat Ramona Bucher, die mit einer Note von 5,5 abgeschlossen hatte, die Confiserie.

In der Schweiz hat die Lehrausbildung einen hohen Stellenwert.

(Quelle: Roger Bachmann (SVP), Stadtpräsident Dietikon)

Bei der Prämierung der Lehrabgängerinnen kam Bachmann gleich eine Doppelrolle zuteil. Denn als Erste prämiert wurde seine Tochter Joëlle Bachmann, die ihre Lehre bei der Kindertagesstätte Limminäscht mit Note 5,5 abgeschlossen hatte. Ebenfalls mit einer 5,5 ausgezeichnet wurden Melanie Bossard, die ihre Lehre bei Intercoiffure Ungricht absolvierte, und Carla Huser. Sie war neben Nurya Guggisberg, die die Abschlussnote 5,4 erhielt, eine von zwei Abgängerinnen, die ihre Lehre bei der Drogerie Locher absolvierten.

Für die Zukunft haben die erfolgreichen Lehrabgängerinnen bereits diverse Pläne. So möchte Joëlle Bachmann etwa nach der Berufsmatura weiterziehen und ein Studium an der Zürcher Hochschule der Angewandten Wissenschaften beginnen. Die erhaltene Prämie wolle sie vorerst für die Zukunft sparen. Melanie Bossard will die Prämie in eine Weiterbildung zur Lehrlingsausbildnerin investieren. «Ich hoffe, dann auch so erfolgreich Abschliessende ausbilden zu können.»