«An Grillplätzen mit Bänken hat es meist auch Tische. Nicht so auf der Nötzliwiese», sagt Markus Roth. Er ist Mitglied eines siebenköpfigen Vereins, der sich die Verschönerung Dietikons auf die Fahne geschrieben hat. Mit ihrem Einsatz wollen die Vereinsmitglieder nun auch Tische auf die Wiese bringen. Dafür sammeln sie seit dem letzten Wochenende Unterschriften.

Einen Erfolg kann der Verein bereits verbuchen: Vor einem Jahr setzte er sich für Toiletten auf der Nötzliwiese ein. Heute stehen nebst WCs auch Pet- und Alu-Tonnen auf der Wiese. Am letzten Wochenende veranstalteten die Vereinsmitglieder ein Fest und sammelten einige Dutzend Unterschriften für ihr neues Anliegen: Tische auf der Wiese. Das Fest am Wochenende war aber nicht nur der politischen Aktion gewidmet, sondern auch eine willkommene Gelegenheit, die selbstgemachten Chiliwürste mit Bier- und Whiskyzusatz zu grillieren. «Wir verkauften 80 Stück», sagt Roth. Der Verkaufserlös gehe in die Vereinskasse. Ein Beitrag soll denn auch an die Bänke auf der Nötzliwiese gehen.

Gummiböötler bringen Abfall

Die Vereinsmitglieder kümmern sich aber nicht nur um das Aufpolieren der Wiese: Sie wollen auch das Littering in und an der Limmat beheben. Die «Abfall-Endstation» im Schilf beim Bahnhof Glanzenberg steht beispielsweise noch auf ihrer To-do-Liste. Vergangene Woche hatten sie auch auf der Nötzliwiese alle Hände voll zu tun. «Wir haben einen Viertel des ganzen Abfalls auf der Nötzliwiese von den Gummiböötlern entsorgt», sagt Roth. Das kommt der Stadt Dietikon entgegen: «Grundsätzlich ist jede Aktion, die eine Reduktion des Litterings zum Ziel hat, zu begrüssen», sagt Esther Pioppini, Mediensprecherin der Stadt. Ob diese von privater oder öffentlicher Seite kämen, sei zweitrangig. Die Stadt erkannte das Problem des Abfalls auf der Nötzliwiese ebenfalls: «Wir haben neben den ständigen Entsorgungsmöglichkeiten zusätzlich sechs Abfalleimer platziert», sagt Pioppini. Das Anliegen der Tische hingegen will die Stadt vorerst nicht unterstützen: «Das Gelände der Nötzliwiese befindet sich im Eigentum der SBB AG und wird ab 2020 von der Limmattalbahn als Installationsplatz für ihren Neubau gebraucht», sagt Pioppini. Deshalb sei eine heutige Investition nicht zu vertreten.