Dietikon
Tiertricks im Chrüzacher: Bei jedem Klick gibts ein Leckerli

Im Freizeitzentrum Chrüzacher lernen Kinder, wie Tiere mit speziellen Methoden neue Tricks beigebracht bekommen. Das sorgt nicht nur bei den Nachwuchstrainern für viel Freude.

Flurina Dünki
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Tiertricks im Chrüzacher Dietikon
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Flurina Dünki

Hündin Xina bellt aufgeregt. Auch wenn die Kinder beim heutigen Tier-Tricktraining im Mittelpunkt stehen, ist sie es, die Leckerli kriegen wird. Kräftig wedelt ihr Schwanz, als sie den improvisierten Hundeparcours beschreitet, der im Hof der Dietiker Freizeitanlage Chrüzacher aufgebaut ist. Die achtjährige Ceylin bekommt von Pädagogin Mirjam Spring den Klicker in die Hand, auf dessen Geräusch der Vierbeiner trainiert ist. Sobald die Hündin am richtigen Hindernis angelangt ist, lässt das Mädchen einen Klick ertönen, worauf Xina augenblicklich stehen bleibt. Die gute Reaktion wird mit einem Hundeguetsli belohnt.

Die neunjährige Hündin ist seit ihrem ersten Lebensjahr als Therapiehund ausgebildet worden. Sie begleitet die Reitpädagogin Mirjam Spring bei täglichen sozialen Einsätzen und erleichtert den Zugang zu Menschen, die sie im Rahmen der Gassenarbeit aufsucht.

Mit Fliegenklatsche lernen

In der ersten Woche der Frühlingsferien zeigt die Hündin dank ihrer musterhaften Reaktionen zehn neugierigen Kindern, wie sie richtig mit den Klickern umgehen. Ein paar Schritte weiter warten mehr tierische Kandidaten darauf, mit dem Klicker neue Tricks zu lernen. Während Sofia und Chandra einem Esel beibringen, auf Kommando ein Frotteetuch von seinem Rücken zu ziehen, versuchen Deborah und Julia, eine Geiss dazu zu bringen, über einen Balken zu balancieren.

Neben dem Klicker spielt beim Lernen auch eine Fliegenklatsche eine entscheidende Rolle. Sobald die Schnauze des Esels die Fliegenklatsche (in der Fachsprache wird der Hilfsgegenstand «Target» genannt) von Sofia berührt, klickt Chandra einmal, um dem Tier zu signalisieren, dass es das Richtige getan hat. Nach ein paar Anläufen wird das Frotteetuch ins Spiel gebracht, mit dem der gutmütige Esel am Ende des Trainings auf Befehl sogar winken kann.

Mit der Ziege funktioniert das Prinzip gleich, doch müssen sich Deborah und Julia ganz schön ins Zeug legen, um die energische Dame über die Hürde springen oder unter dem Reifen durchlaufen zu lassen. Aber mal ehrlich: Wenn sich alle Chrüzacher-Bewohner so mustergültig wie Hündin Xina verhalten würden, wäre der Kurs nur halb so lustig.

Enten als Schneckenjäger

Im Innern der Freizeitanlage warten die jüngsten Schüler darauf, von Mirjam Spring und ihrem Team dressiert zu werden und menschlichen Kommandos zu folgen. Junge Laufenten quaken und Seidenhühner-Küken piepsen aus ihrer mit Einlegespreu gefüllten Kinderstube. Die Kinder dürfen sie füttern und schulen sie damit gleichzeitig im Umgang mit Menschen. Bevor sie auf Befehle hören können, müssen sie erst ihre Scheu vor uns Zweibeinern verlieren.

Die Enten werden auf eine wichtige Aufgabe vorbereitet. Dereinst werden sie im Garten des Altstetter Gemeinschaftszentrums Bachwiesen hausen, wo sie das Gelände von schädlichen Schnecken befreien sollen. Von dort aus können sie auch in anderen schneckengeplagten Gärten oder Parks zum Einsatz kommen. Sofia und Chandra wollen gar nicht mehr weg von den kleinen Quakern. Doch draussen wartet die Ziege auf sie – und die hat auch noch viel zu lernen.