Dietikon
Tierische Mutproben beim Stallbesuch im Chrüzacher

Eine Schulklasse aus dem Schulhaus Wolfsmat testete das neueste Abenteuer der Freizeitanlage.

Christian Tschümperlin
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Klasse aus dem Schulhaus Wolfsmatt besucht den Chrüzacher
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 Andrea (5), der kleine Koch.
 Angelina (5), Yuri (4) und Andrea (5) verstecken Rüebli in einem Heuballen.
 Jeremih (5), Chrüzacher-Reitpädagogin Mirjam Spring und das Welsh-Pony Luna.

Klasse aus dem Schulhaus Wolfsmatt besucht den Chrüzacher

Christian Tschümperlin

Jeremih (5) wagte sich als erster, das Welsh-Pony Luna zu führen. «Getraut sich ein Kind oder hat es Angst – daran sieht man schnell, ob ein Kind Urvertrauen hat», sagt Mirjam Spring, Reitpädagogin der Dietiker Freizeitanlage Chrüzacher. Das Pony reagiere nicht gleich auf jedes Kind: «Ist es vorsichtig, geht das Pony nur zögerlich mit. Ist es frech, zieht das Pony dagegen.» Jeremih jedenfalls liess sich von dem Tier nicht aus der Ruhe bringen. Damit war das Eis gebrochen und die anderen Kinder folgten seinem Beispiel.

Jeremih ist eines von 13 Kindern einer Klasse aus dem Dietiker Schulhaus Wolfsmatt. An diesem Morgen erleben die Kinder das neue Angebot «Schule im Stall», das seit diesem Sommer im Chrüzacher gebucht werden kann. Das Angebot eignet sich für Schüler vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse. Für Schulklassen aus Dietikon ist die Nutzung kostenlos. Auf insgesamt fünf Posten bietet das Chrüzacher den Kindern spielerische Begegnungen mit Tieren an. Neben Ponys und Hühnern warten auch Esel, Geissen und Hasen. Pro Besuch können die Kinder drei von fünf Posten ausprobieren. Ein wichtiges Ziel sei die direkte Begegnung mit den Tieren, sagt Projektleiterin Eva Gerig vom Chrüzacher.

Freude an der Natur fördern

Am zweiten Posten schnitten Angelina (6), Yuri (4) und Andrea (5) Rüebli und versteckten sie in bunten Heuballen. Das Pony wird das Heu später herausziehen, um die leckeren Rüebli zu erreichen. Für Lehrperson Sibylle Wettstein ist es wichtig, dass die Kinder rausgehen und dazu animiert werden, auch in der Freizeit mehr in die Natur zu gehen, statt am iPad zu spielen.
Am dritten Posten schliesslich durften die Kinder Hühner füttern und Eier einsammeln. Dies sei für Hühner und Kinder gleichermassen eine Mutprobe, sagt Gerig. Sogar einige grüne Eier fanden die Kinder im Gehege. Diese kamen allerdings nicht vom Osterhasen, sondern von den Araucanas, einer südamerikanischen Hühnerrasse.