Dietikon
Thomas Kammermann setzt am Niklausschwinget auf die Technik

Der 28-Jährige strebt die Auszeichnung für den Schwingklub Glatt- und Limmattal an

Bruno Auf der Maur
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Thomas Kammermann (rechts) erkämpfte beim letztjährigen Niklausschwinget gegen Raphael Arnold die Auszeichnung.

Thomas Kammermann (rechts) erkämpfte beim letztjährigen Niklausschwinget gegen Raphael Arnold die Auszeichnung.

Zur Verfügung gestellt

Der organisierende Schwingklub Glatt- und Limmattal ist am Niklausschwinget vom kommenden Samstag (siehe Kontext) mit drei Teilnehmern vertreten. Die grössten Ambitionen auf eine gute Platzierung hat der sechsfache Kranzschwinger Thomas Kammermann. Mit elf Jahren stieg der im luzernischen Rothenburg aufgewachsene Kammermann erstmals ins Sägemehl. «Durch meinen Vater, der ebenfalls Schwinger war, bin ich zum Schwingsport gekommen,» erklärt der 28 Jährige. Und auch sein um drei Jahre jüngerer Bruder Christoph wurde vom Schwingvirus gepackt.

Dass Kammermann seit einigen Jahren die Farben des Schwingklubs Glatt- und Limmattal vertritt, ist seiner beruflichen Ausbildung zu verdanken. Durch ein Studium als Maschinenbau-Ingenieur an der ETH in Zürich, wechselte Kammermann seinen sportlichen Mittelpunkt ebenfalls in den Kanton Zürich. Seit 2008 trainiert er beim Schwingklub Glatt- und Limmattal und übernahm nach dem Rücktritt des Bergdietikers Jodok Huber die Leaderposition.

In den letzten Jahren entwickelte sich Kammermann auch für den Zürcher Kantonal-Schwingerverband zu einer wichtigen Stütze. Sechs Kränze konnte sich der 184cm grosse und rund 90kg schwere Sennenschwinger bisher erkämpfen, zwei davon in dieser Saison. Trotz seinen beachtlichen Körpermasse sieht Kammermann seine Stärken im technischen Bereich. Tatsächlich konnte er schon viele grössere und schwerere Gegner auf den Rücken legen. «Mit der Zeit entwickelt man seine Spezialschwünge,» sagt Kammermann lachend, mehr wolle er aber nicht verraten.

Ringen

Ringen

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Ganz für sich behält er seine Tricks aber nicht. Seit wenigen Wochen ist Kammermann Technischer Leiter der Glatt- und Limmattaler und gibt damit sein Wissen an seine Mitstreiter Daniel Wettstein und Luca Pallaoro weiter. Vom letzten Wettkampf in diesem Jahr erhofft sich Kammermann für sich und sein Team einiges. «Das Ziel für das Niklausschwinget ist die Auszeichnung zu erkämpfen. Vor heimischem Publikum wäre das ein schöner Saisonabschluss.»

Niklausschwingete

Erstmals an einem Samstag

Erstmals in der Geschichte des Niklausschwingets, wird das traditionelle Hallenschwingfest an einem Samstag durchgeführt. Das OK, unter der Leitung des Weininger Gemeindepräsidenten Hanspeter Haug, will mit der Durchführung am kommenden Samstagnachmittag neues Publikum in die Dietiker Stadthalle locken. Die Wettkämpfe beginnen um 14 Uhr, der Schlussgang ist auf etwa 20.30 Uhr vorgesehen. Die im letzten Jahr eingeführten Neuerungen mit der Umgestaltung des Tribünenbereiches und der Festwirtschaft unmittelbar neben den Schwingplätzen hat sich bewährt und wird beibehalten. Bei der 78. Auflage wird es definitiv einen neuen Sieger geben. Der überraschende Vorjahressieger Stefan Kennel figuriert in diesem Jahr nicht auf der Teilnehmerliste. Trotzdem ist ein starkes Teilnehmerfeld gemeldet. Insgesamt werden rund 100 Schwinger erwartet. Die Favoritenrolle nimmt der eidgenössische Kranzschwinger Fabian Kindlimann ein. Gespannt kann man auf das Abschneiden der 30 Gästeschwinger aus dem Bernbiet (10 Teilnehmer), der Innerschweiz (10) und der Nordwestschweiz (10) sein. (adm)


Programm:
12.30 Uhr Türöffnung
13.45 Uhr Antreten der Schwinger
14 Uhr Beginn Schwingen
18 Uhr Pause
20.30 Uhr Schlussgang, anschliessend Rangverkündigung