Im Dietiker Kulturleben hat sich seit Anfang dieses Jahres einiges verändert. Auslöser dafür ist der Verein Theater Dietikon, ehemals Kellertheater. Mit dem Namen änderten sich auch das Logo und die Homepage des Vereins. Neben einer Veränderung im Leiterteam war es jedoch vor allem der Bezug neuer Räume, der die neuen Angebote ermöglichte.

«Die Veränderungen gaben dem Verein und dem kulturellen Leben in Dietikon einen richtigen Energieschub», freut sich Irene Brioschi, Präsidentin des Theaters Dietikon. Im März dieses Jahres wurden die frisch renovierten Räume an der Bremgartenstrasse 23 bezogen. Darin wird geprobt, geschaffen und geredet - die Räumlichkeiten werden als Atelier an Künstler vermietet und als Proberaum, Bühne und Treffpunkt genutzt.

Die TextWerkstatt findet einmal monatlich im neuen Raum One statt.

Die TextWerkstatt findet einmal monatlich im neuen Raum One statt.

Insbesondere der Kulturstammtisch, der einmal monatlich dort stattfindet, stiess auf reges Interesse. «Wir lernten dadurch viele neue Kulturschaffende aus der Region kennen», sagt Brioschi. «Es ist ein Begegnungsort, an dem immer wieder neue Ideen entstehen.»

Da die Getränke selbst mitgebracht werden, gibt dieses monatliche Treffen nicht allzu viel Arbeit für die Leute vom Theater Dietikon. Ganz anders jedoch die übrigen Veranstaltungen: «Wir sind an der Grenze des Machbaren, was die Menge der Arbeit angeht», sagt Brioschi.

Denn die Anzahl der sich engagierenden Mitglieder habe sich nicht verändert, während mit den neuen Angeboten auch mehr Aufwand entstanden sei. «Wir sind daher auf der Suche nach Leuten, die mithelfen wollen.»

Neue Räume kosten

Der früher namensgebende Stadtkeller wird auch heute noch für zahlreiche Aufführungen benutzt. Schon früher wurden zusätzliche Veranstaltungen ausserhalb des Kellers angeboten. Mit den neu bezogenen Räumen wurde dies aber noch verstärkt, was auch das Wegfallen des Wortteils «Keller» im Vereinsnamen versinnbildlichen soll. Um die Miete für die neuen Räume bezahlen zu können, werden sie regelmässig an Externe vermietet. So kommt es, dass zurzeit auch Yoga-Stunden im «Raum One» stattfinden.

Ganz wichtig seien auch die Beiträge der Stadt Dietikon. «Auf zwei Jahre hinaus wurden uns diese zugesichert», erzählt Brioschi. «Ohne die finanziellen Beiträge kämen wir nicht aus. Im Gegenzug leisten wir einen Beitrag zum kulturellen Leben der Stadt.»

Voller Elan in die Zukunft

Ideen, wie dieses in Zukunft aussehen könnte, gibt es beim Verein Theater Dietikon bereits Hunderte. Manche davon sind bereits konkret, so zum Beispiel das «Dinner@one» im Oktober, bei dem die Besucher kulinarisch und musikalisch verwöhnt werden. Auch der geplante Adventskalender, bei dem jeden Tag ein anderer Künstler aus der Region das Schaufenster und auf Wunsch auch die Räume zur Verfügung hat, nimmt allmählich Gestalt an.

Nächstes Jahr wird im Rahmen des Freilufttheatertages vielleicht gar ein Strassenmusikfestival auf die Beine gestellt. «Diese Idee ist aber noch sehr vage», sagt Brioschi. Das Ziel, eine Plattform für Kulturschaffende aus dem Limmattal zu sein, wird aber auch damit weiterverfolgt.