Bernarda Brunovic hat sich bei der Casting-Show The Voice of Germany für die nächste Runde qualifiziert. Mit ihrer Darbietung des durch Marvin Gaye bekannt gewordenen Soul-Klassikers «I Heard It Through The Grapevine» riss sie am Sonntagabend nicht nur das Publikum mit, sondern erhielt auch grosse Zustimmung von den Coaches. Es dauerte nicht lange, und alle vier Coaches hauten auf ihre Buzzer, um ihre Begeisterung kundzutun. Dazu erhielt sie von den Zuschauern und den Juroren rasenden Beifall.

Bernarda Brunovic singt «I Heard It Through The Grapevine»

Die sehbehinderte Dietikerin mit kroatischen Wurzeln, die als Musikerin unter dem Namen Fernanda Bruna vor allem in Kroatien bereits einige Erfolge feierte, konnte die überschwängliche Reaktion kaum fassen. «Ich habe gar nicht gesehen, dass ihr gebuzzert habt, weil ich seit Geburt blind bin», sagte die 25-Jährige, die nur Licht und Schatten erkennen kann. «Ich fühle mich wie im Film».

«Absoluter Wahnsinn», konstatierte Michi Beck von den Fantastischen Vier nach dem Auftritt und brüstete sich damit, dass er und sein Bandkollege Smudo als erstes gebuzzert hätten. Alle Coaches überhäuften Brunovic mit euphorischem Lob und wollten sie für ihre Teams gewinnen. «Es gibt nur wenige Momente pro Staffel, wo alle checken, dass hier gerade etwas ganz Besonderes passiert», resümierte Coach Mark Forster.

«Als Baby liess ich mich nur von Musik beruhigen», erzählte die Theologie- und Philosophiestudentin auf der Bühne. 33 Operationen habe sie über sich ergehen lassen, doch nichts habe genützt. Davon hat sich Brunovic aber nicht unterkriegen lassen. «Man hat immer eine Wahl. Entweder ich hadere mit meinem Schicksal oder ich sage: Ich kann das, ‹let’s go ahead›», sagte sie der Limmattaler Zeitung in einem früheren Interview.

Nach einem kurzen Spontan-Duett mit Juror Michael Patrick Kelly entschied sich Brunovic für ihn als Coach. Nach diesem Auftritt darf Brunovic, die 2010 an der Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest teilnahm, dem weiteren Verlauf der Casting-Show optimistisch entgegenschauen.