Dabei handelt es sich um eine Testphase, mit der die Kirchgemeinde einer kleinen Gruppe von Personen entgegenkommt, die sich durch das nächtliche Glockengeläut gestört fühlen. Bereits im Juni hatte sich diese Gruppe bei der Kirchgemeinde beschwert. In der Kirchgemeindeversammlung vom 23. Juni hat sich jedoch eine klare Mehrheit der Mitglieder gegen ein Abschalten des nächtlichen Glockenschlags ausgesprochen.

Allerdings habe nur ein Bruchteil der Mitglieder überhaupt an dieser Versammlung teilgenommen, wie die Kirchgemeinde schreibt. Deshalb sei kein repräsentatives Stimmungsbild entstanden. Aus finanziellen und organisatorischen Gründen ist ausserdem keine Bevölkerungsumfrage im grösseren Stil möglich. Aus diesen Gründen hat sich die Kirchgemeinde für den Kompromiss einer Testphase entschieden. Neben der verringerten Anzahl an Glockenschlägen wird ausserdem die Firma Muribaer AG, die den Bergdietiker Glockenturm technisch betreut, Schallmessungen durchführen. Diese Messungen sollen verlässliche Zahlen liefern und anzeigen, wo allenfalls gesetzliche Grenzwerte überschritten werden. Nach der Testphase will die Kirchenpflege über eine definitive Lösung entscheiden. Hinweise aus der Bevölkerung zur Testphase nimmt sie gern entgegen. (az)