Miete
Terror-Vermieter lässt Birmensdorfer Mieterin bei offenem Dach frieren

Sandra Röthele ist mit den Nerven am Ende. Seit acht Monaten ist ihr Wohngebäude in Birmensdorf in Sanierung.

Merken
Drucken
Teilen

Das Dach ist teilweise nur mit einer Plastikplane bedekt. Als Rheumatikerin leidet Sandra Röthele zusätzlich unter der Kälte, die unter den Plachen hindurch ins Haus dringt. Das Wohnzimmerthermometer zeigt gerade mal 16 Grad an. In der Nacht sinken die Temperaturen nochmals deutlich.

Sandra Röthele kommen die Tränen, als sie gegenüber Tele Züri von den Missständen in ihrer Wohnung und der Gleichgültigkeit ihres Vermieters erzählt.

„Ich litt letzte Nacht unter solch starken Gelenkschmerzen, dass ich Schmerztabletten schlucken musste, damit ich überhaupt schlafen konnte“, sagt die alleinerziehende Mutter gegenüber Tele Züri.

Auch Sandra Rötheles Tochter Rebecca leidet stark unter der Wohnsituation. Ihre Freude würden ihr Haus meiden, weil es so ungemütlich ist.

Als Sandra Röthele bei ihrem Vermieter schriftlich Druck macht, vertröstet dieser sie lediglich auf Mitte Januar.

Besonders beschämend ist die Tatsache, dass der Vermieter der Rötheles selbst Dachdecker ist. Während es für ihn ein Leichtes wäre, das mangelhafte Dach zu reparieren, lässt er seine Vermieter jedoch weiterhin frieren.

„Die Mieterin kann die Mängel schriftlich rügen und darf dem Vermieter eine Frist setzen, bis wann die Arbeiten abgeschlossen sein müssen“, erklärt Felicitas Huggenberger vom Mieterverband Zürich. Würde der Vermieter nicht reagieren, können die Rötheles an die Schlichtungsbehörde gelangen und eine Mietzinsreduktion fordern.

Gegenüber Tele Züri zeigte sich der Vermieter uneinsichtig. Er könne den ganzen Wirbel nicht verstehen, sagt er. In einer alten Liegenschaft sei es eben kühler.

Inzwischen hat der Vermieter Sandra Röthele gar gekündigt. Für die Mutter und ihre 14-jährige Tochter ein Schock, wissen sie doch nun nicht, ob sie, die mehrere Haustiere haben, innert Frist eine neue Wohnung finden. (fdu)