«Die beiden vorgeschlagenen Anträge entsprechen nicht den gemeinsam mit der Gemeinde und dem Fussballclub erarbeiteten Gesamtprojekt. Sie berücksichtigt die Bedürfnisse und die Interessen des Tennisclub Uitikon nicht», erklären die beiden Vizepräsidenten des Vereins, Roberto Silla und Rony Pfyffer.

Tennishalle wird vermisst

Die beiden verweisen auf die ursprüngliche Lösung, auf die man sich geeinigt habe. Eine mit einer Tennishalle. «Es war wohl ein Missverständnis, die Gemeinde sprach von Anfang an nur von Tennisplätzen», sagt Pfyffer gegenüber der az Limmattaler Zeitung.

Der Grund? «Es hiess plötzlich, die Gemeinde habe nur zwei Millionen Franken übrig. Später, an der Sitzung vom 6. November 2012, hiess es, man könne Varianten mit 5,3 oder 5,8 Millionen Franken auf die Beine stellen, der Tennisclub wurde nur mit unverhältnismässigen 625 000 Franken berücksichtigt. Die Tennishalle war aus den Plänen verschwunden», erzählt Rony Pfyffer die Sicht des Tennisclubs. Er ist der Ansicht, es wäre ein Gesamtkonzept realisierbar, weil die Gemeinde über genügend Mittel verfüge, um es umzusetzen. «Die Finanzierung wäre machbar, sodass beide Vereine und die Gemeinde glücklich wären. Das wollen wir», so der Vizepräsident.

Ursprüngliches Projekt vorlegen

Der Tennisclub fordert nun, das ursprüngliche Projekt, das auch eine Tennishalle enthielt, der nächsten Gemeindeversammlung im Mai vorzulegen. «Dann stünden wir zu hundert Prozent hinter dem Projekt», versichert Roberto Silla. «Wir wollen eine gemeinsame Lösung, sonst entsteht in Uitikon nur eine schlechte Stimmung, wenn eine der beiden Varianten angenommen würde.» «Eine gemeinsame Lösung käme an der Urne durch, weil sie finanziell machbar ist», so Pfyffer.

Die beiden stellen fest, dass die Variante B, welche nur dem Fussballclub zugutekäme, dem Tennisclub die Expansion verhindern würde, weil sie den Bau der Halle verunmöglichen würde. Auch die Variante A bringe dem TCU keine längerfristige Vorteile und muss ebenfalls klar abgelehnt werden. Ziel müsse sein, dass die über 160 Junioren und Juniorinnen in einer eigenen Halle trainieren können. Diese wäre ganzjährig benutzbar, nicht nur im Winter, sondern auch bei schlechtem Wetter im Sommer. «Die Tennishalle bedeutet einen Mehrwert für ganz Uitikon. Sie würde die Spielkapazität auf der Anlage verdoppeln», urteilt Pfyffer.

Die beiden Vizepräsidenten betonen, ihr Verein habe sich in den letzten Jahren gegenüber Aussenstehenden geöffnet, jedermann dürfe bei ihnen Tennis spielen. Das Vereinsrestaurant sei zudem für alle geöffnet. Der Verein habe vieles selbst finanziert. Eine Tennishalle könnte wirtschaftlich geführt werden, womit die Kosten für die Juniorentrainings erheblich gesenkt werden könnten.

Bei aller Gegnerschaft zum Projekt betonen sie, dass sie gegenüber der Gemeinde und dem Fussballclub keinerlei negativen Gedanken hegen würden. Man wolle einfach eine Lösung, die für beide Vereine