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Tennisclub spricht sich gegen die Sürenloh-Initiative aus

Der Tennisclub spricht sich gegen ein neues Fussballfeld auf dem Sürenloh und somit gegen die Gemeinde aus.

Alex Rudolf
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Fussballfeld auf dem Sürenloh.

Fussballfeld auf dem Sürenloh.

Fuo

In einer Stellungnahme spricht sich der Tennisclub (TCU) gegen die Sürenloh-Initiative von Edi Cincera aus. Diese verlangt den Bau eines Kunstrasenfussballfeldes in der Art, wie es vor anderthalb Jahren an der Urne abgelehnt worden war. Damals kämpfte der TCU dagegen an mit der Begründung, dass ihm selber der Platz für Expansion genommen würde. Laut TCU-Präsident Oren Kalkstein sei sein Verein während der gesamten Zeit bestrebt gewesen, eine gemeinsame Lösung zu finden. «Statt dieser wird aber nun den Uitikern eine einseitige Initiative vorgelegt», sagt er. Einerseits sei diese bereits vor kurzer Zeit vom Stimmvolk abgelehnt worden, andererseits habe sie für die Mitglieder seines Klubs noch immer negative Folgen. Somit spricht sich der TCU gegen die Initiative aus, die derweil vom Gemeinderat zur Annahme empfohlen wird. Der Grund: Dem Klub werde eine «sinnvolle Erweiterung» verunmöglicht.

Im März letzten Jahres verwarfen die Uitiker Stimmbürger zwei Ausbau-Varianten der Sportanlage Sürenloh. Die günstigere der beiden, Variante B, beinhaltete den Bau eines zweiten, kleineren Fussballfeldes mit Kunstrasen sowie zwei zusätzliche Garderoben. Genau dies verlangt der Uitiker Edi Cincera nun erneut in einer Einzelinitiative mit einem Bruttokredit in der Höhe von 2,6 Millionen Franken.

Nachdem die Initiative eingereicht worden war, liess sich der mit dem Dossier betraute Finanzvorstand Markus Hoppler im April dieses Jahres mit der Aussage zitieren, dass man nach einer Lösung suche, die für alle ein guter Kompromiss sei. «Es steht jedoch fest, dass nicht alle Wünsche erfüllt werden können», fügte er damals an. Dies bewahrheitete sich im Oktober, als sich die Uitiker Exekutive für die Initiative Cinceras aussprach. Diesen Schritt begründete Hoppler mit der Erkenntnis, dass die Platzknappheit für den Fussballclub prekär werde, dem TCU eine Expansion nicht verunmöglicht werde und die von Cincera vorgeschlagene Idee die beste Lösung sei.

Verwundert über Gemeinderat

In der Mitteilung schreibt der TCU, er sei erstaunt, dass der Gemeinderat die Initiative unterstütze. «Noch im Mai wurde uns von Vertretern des Gemeinderats an einer Sitzung mitgeteilt, dass man den Stimmbürgern die Ablehnung der Initiative empfehlen werde», heisst es. Seither sei der Vorstand des TCU nicht mehr kontaktiert worden und habe erst Mitte Oktober vom «verwunderlichen Sinneswandel» des Gemeinderates erfahren. «Leider blieb somit keine Zeit mehr für weiterführende Gespräche über eine gemeinsame Lösung», heisst es in der Mitteilung.

Finanzvorstand Markus Hoppler verweist darauf, dass zwar mehrere Gespräche mit Vertretern des TCU stattgefunden hätten. Doch: «Dem Gesamtgemeinderat erschien die Version, welche die Initiative Cinceras vorgibt, als die sinnvollste.» Dass sich der Tennisklub gegen die Initiative ausspreche, überrasche ihn derweil nicht.

Letztlich gilt es zu klären, ob dem TCU eine Erweiterung seiner Anlage durch die Realisierung des Kunstrasenplatzes verunmöglicht wird oder nicht — der TCU sagt Ja, die Gemeinde Nein. Oren Kalkstein verweist darauf, dass er sich nur schwerlich erklären könne, wo die Gemeinde auf dem Sürenloh noch Platz für eine Erweiterung seines Klubs sehe. «Ein Stück Land ist noch frei. Dieses befindet sich vom bereits bestehenden Tennisplatz betrachtet — auf der anderen Seite des Fussballfeldes», sagt er. Dort ein Tennisfeld oder eine Halle zu bauen, mache keinen Sinn.

Hoppler widerspricht: «Aus Sicht der Exekutive wird dem Tennisclub seine Entwicklungsmöglichkeit nicht verbaut. Es gibt mehrere Ideen, weitere Felder zu bauen. Diese kämen aber erst zum Tragen, wenn der zusätzliche Bedarf ausgewiesen ist.» Aber auch falls die Variante, die einige Gehminuten von den bestehenden Feldern entfernt ist, dereinst realisiert würde, hätte Hoppler kein Problem damit. «Wenn hundert Meter für einen Sportler eine zu grosse Distanz sind, ist dies fragwürdig.» Grundsätzlich ist er enttäuscht von der Opposition: «Dass der TCU derart auf seinem Standpunkt beharrt, finde ich schwierig, insbesondere in Anbetracht dessen, dass dem Fussballklub ernsthaft Platzkapazitäten fehlen.»