Aesch
Tempo 30: Verkehrsplaner erhalten klaren Auftrag

Im April dieses Jahres reichte das Komitee «Gesund leben in Aesch: Langsamerischschnäller» eine Petition ein, die flächendeckende Tempo-30-Zonen anregt. 20 Prozent der Einwohner, nämlich 205 Leute, unterzeichneten das Anliegen.

Flavio Fuoli
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Tempo-30-Massnahmen könnten auch die Museumsstrasse betreffen. Flavio Fuoli

Tempo-30-Massnahmen könnten auch die Museumsstrasse betreffen. Flavio Fuoli

Limmattaler Zeitung

Der Gemeinderat hat daraufhin eine Arbeitsgruppe initiiert. Unter dem Vorsitz von Gemeinderat und Sicherheitsvorstand Diego Bonato sind darin Roland Helfenberger, Werkvorstand, Christoph Gysel, Primarschulpfleger, Stephanie Mousnier und Jürg Hofmann, beide Vertreter des Komitees «Gesund leben in Aesch: Langsamerischschnäller», Lukas Ostermayr, Verkehrsplaner SNZ Ingenieure und Planer AG, sowie Tim Weidmann, dessen Assistent.

Die umliegenden Gemeinden hätten bereits heute Tempo-30-Zonen eingeführt, argumentiert das Komitee und hofft, durch die Verlangsamung des Verkehrs das Todesfallrisiko praktisch auf null zu beschränken.

Erste Entscheidungsgrundlagen

Eine erste arbeitsintensive Sitzung habe stattgefunden, schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung. Es sei der klare Auftrag an den Verkehrsplaner ergangen, ein für Aesch zugeschnittenes Konzept zu erarbeiten. Das Konzept stelle eine erste Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen dar, ohne dass die Verkehrsberuhigungsmassnahmen im Detail bereits festgehalten seien, hiess es dazu.

Weiter schreibt der Gemeinderat, auf dieser Grundlage könne aber der Entscheid für eine effiziente, kostengünstige Einführung von Tempo 30 oder Alternativen gefällt werden. Ein Konzept-Entwurf werde nun im Oktober in der Arbeitsgruppe besprochen.

Wie der Gemeinderat weiter schreibt, seien auch betreffend die geschwindigkeitssensiblen Bereiche eine erste Situationsanalyse der Gemeinde vorgenommen worden. Er zieht Sofortmassnahmen in Erwägung. Dies betrifft Situationen, die unmittelbar die Verkehrssicherheit beim Rechtseinbiegen von der Haldenstrasse in die Dorfstrasse und beim Rechtseinbiegen von der Dorfstrasse in die Lielistrasse erhöhen würden.

Sensible Bereiche

Alle weiteren Verkehrsberuhigungsmassnahmen müssten nach Ansicht des Gemeinderats auf Grundlage des Konzepts geplant werden. Ansonsten würden Doppelspurigkeiten entstehen bei der Prüfung durch die Kantonspolizei Zürich und beim Erstellen der formalen Gutachten je Tempo-30-Zone. Diese wären unabhängig vom Aescher Konzept einzuholen.

Der Aescher Gemeinderat hatte ohnehin Mittel für Verkehrsberuhigungsmassnahmen ins Budget eingestellt. Die Petition hat die Entwicklung nun beschleunigt, weil nun vonseiten der Öffentlichkeit ein gewisser Druck da ist.