Aesch
Tempo 30 in Aesch: Gemeinderat lässt Gutachten erstellen

Weitere Schritte in Richtung Tempo 30 für (fast) das ganze Dorf Aesch: Die Arbeitsgruppe hat dem Gemeinderat beantragt, zwei Kurzgutachten zum Thema ausarbeiten zu lassen.

Flavio Fuoli
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Für eine allfällige Einführung von Tempo 30 in Aesch schlägt die Arbeitsgruppe zwei Zonen vor (im Bild die Haldenstrasse, Zone 1).Flavio Fuoli

Für eine allfällige Einführung von Tempo 30 in Aesch schlägt die Arbeitsgruppe zwei Zonen vor (im Bild die Haldenstrasse, Zone 1).Flavio Fuoli

In Aesch geht es in Sachen Tempo 30 mit raschen Schritten weiter. Im April dieses Jahres hatte bekanntlich das Komitee «Gesund leben in Aesch: Langsamerischschnäller» eine von 205 Leuten unterzeichnete Petition für flächendeckendes Tempo 30 eingereicht. Bereits im Oktober präsentierte eine vom Gemeinderat eingesetzte Arbeitsgruppe erste Schritte inklusive Sofortmassnahmen.

Nun hat die Arbeitsgruppe Tempo 30 dem Gemeinderat kürzlich einen Tempo-30-Konzeptbericht vorgelegt. Dieser beinhaltet die Erkenntnis, dass die Dorfstrasse die einzige verkehrsorientierte Strasse auf dem Gemeindegebiet ist und als Kantonsstrasse nicht im Einflussbereich der Gemeinde steht. Sie bilde daher den Rahmen für die Tempo-30-Zoneneinteilung. Wie die Arbeitsgruppe mitteilt, schlägt sie für eine allfällige Einführung von Tempo 30 in Aesch zwei Zonen vor. Dabei umfasst Zone 1 die Feld-/Halden-/Grossacherstrasse/Chilegässli, die Zone 2 Lieli-/Horn-/Alte Aescher-Strasse.

Zwei Kurzgutachten erarbeiten

Die Arbeitsgruppe hat dem Gemeinderat beantragt, zwei Kurzgutachten zum Thema Tempo 30 ausarbeiten zu lassen. Auf Grundlage der Kurzgutachten je Zone könne dann ein Gemeindeversammlungsgeschäft sinnvoll vorbereitet werden. Die Kurzgutachten seien gemäss Gesetzen und Verordnungen standardisiert, enthielten Verkehrszählungen und Geschwindigkeitsmessungen sowie deren Kosten. Auch könne auf Grundlage der zwei Kurzgutachten eine breite Vorinformation der Öffentlichkeit erfolgen, was auf Grundlage lediglich des vorliegenden Konzeptberichts klar noch zu früh sei.

Die Kosten für die zwei Gutachten seien ein kleiner Teil der zur Zeit absehbaren Gesamtkosten der Verkehrsberuhigungsmassnahmen des Gemeinderats, und die grundsätzliche Bereitschaft dazu besteht, teilt die Arbeitsgruppe weiter mit.

Sofortmassnahmen eingeleitet

Der Gemeinderat hat auf Vorschlag der Arbeitsgruppe bereits im September zwei punktuelle Sofortmassnahmen versuchsweise eingeleitet. Es handelt sich um die Positionierung von Signalkegeln im Kurvenbereich Haldenstrasse/Dorfstrasse und im Kurvenbereich Dorfstrasse/Lielistrasse. Die gemachten Erfahrungen seien positiv, teilt Diego Bonato, Gemeinderat und Vorsitzender der Arbeitsgruppe mit. Insbesondere habe der Weg zur Schule bei der Lielistrasse für die Kinder an Sicherheit gewonnen.

Aus der Sicht der Arbeitsgruppe drängten sich keine weiteren Sofortmassnahmen auf. Das erhobene Unfallgeschehen der letzten fünf Jahre zeige nur ganz wenige Verkehrsunfälle und keine Unfallschwerpunkte, weder auf der Kantonsstrasse, also der Dorfstrasse, noch in den Wohnquartieren.