Birmensdorf
Temperatursturz kreuzt Pläne zur Vollendung der Bachstrasse

Die Limmattaler Bauvorstände lassen sich die fast fertige Bachstrasse in Birmensdorf zeigen.

Alex Rudolf
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Die Bauvorstände des Bezirks Dietikon zeigen grosses Interesse an der Aufwertung der Bachstrasse.

Die Bauvorstände des Bezirks Dietikon zeigen grosses Interesse an der Aufwertung der Bachstrasse.

Alex Rudolf

Hans-Peter Moser streckt eine bunte Zeichnung in die Höhe. Darauf ist die Bachstrasse zu sehen, wie sie – wäre alles nach Zeitplan gelaufen – heute aussehen würde. «Dies ist mein Vorschlag für die Gestaltung der Bachstrasse aus dem Jahr 2010», sagt der Gemeindeingenieur und fügt an, dass die Aufwertung nun auch in dieser Art realisiert wurde.

Im Rahmen der Bauvorständekonferenz vom Donnerstag besichtigten die Hochbau-, Tiefbau und Werkvorstände sowie die Bausekretäre des Bezirks Dietikon die aufgewertete Bachstrasse.

Ingenieur Moser.

Ingenieur Moser.

Alex Rudolf

Nicht wenige Teilnehmer blickten verwundert auf die Zeichnung, dann wieder auf die Strasse und zurück auf die Zeichnung. Grund der Verwunderung: Genau so wie auf dem im Wind wehenden Blatt Papier sieht die Realität nicht aus. «Noch fehlt das Geländer entlang des Bachbetts wie auch der Streetprint», sagt Moser und fängt so die anfängliche Verwirrung auf.

Die Verzögerung lasse sich unter anderem mit den derzeit tiefen Temperaturen erklären. «Damit der Streetprint verlegt werden kann, muss das Thermometer über 15 Grad klettern.» Solche Werte werden wohl erst wieder im kommenden Frühling erreicht.

Nur Geländer und Streetprint fehlen noch.

Nur Geländer und Streetprint fehlen noch.

Alex Rudolf

Aussenraum fürs Alterszentrum

Der Belag ist eine der nennenswertesten Neuerungen, welche die Bachstrasse prägen. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er wie Pflasterstein aussieht. Weil diese Struktur nur eingepresst oder gedruckt ist, ist die Oberfläche sehr eben. «Insbesondere für die Bewohner des Alterszentrums am Bach ist es wichtig, dass die Bachstrasse gut begehbar ist», so Moser. Ziel war es die Bachstrasse als erweiterten Aussenraum des Alterszentrums zu planen. Darauf würden auch die diversen Sitzgelegenheiten und die Begrünung durch neue Bäume hinweisen. Für die Beleuchtung der Bachstrasse sorgen nicht etwa moderne Laternen, sondern alte, die restauriert wurden. «Damit soll auch dem historischen Aspekt Rechnung getragen werden», so Moser.

Auch die Führung der Strasse trage diesem Umstand Rechnung. «Wir wollten allen Verkehrsteilnehmern klarmachen, dass es sich hierbei um eine Quartierstrasse handelt», so Moser. Dem früher dominierenden Durchgangsverkehr sollte unter anderem durch eine sogenannte Verschwenkung der Strasse Einhalt geboten werden. «Dieser Schwenker der Strasse konnte vor der Zehntenscheune realisiert werden», so Moser. Dass dafür das gemeindeeigene Land verwendet werden konnte, habe das Unterfangen stark vereinfacht.

Keine Pampa mehr

Die getroffenen Massnahmen kamen bei den Limmattaler Experten gut an. Mehrere Exponenten erkundigten sich im Anschluss an die Präsentation bei Hans-Peter Moser nach Details zum Streetprint-Verfahren.

Lobende Worte für die Entwicklung Birmensdorfs gab es vom Präsidenten der Bauvorständekonferenz, Markus Bärtschiger. Der Schlieremer SP-Hochbau- und Planungsvorstand verwies darauf, dass die Limmattaler früher das Gefühl gehabt hätten, in der Pampa gelandet zu sein, wenn sie in die Gastgebergemeinde pilgerten. «Dass dem nicht mehr so ist, sehen wir an solchen Projekten wie der Aufwertung der Bachstrasse und dem Neubau des Alterszentrums am Bach.»