Schlieren
Teil des Erdbeerifelds soll bebaut werden dürfen

Bereits jetzt gibt der Stadtrat bekannt, welche Neuerungen er für die nächste Revision des kantonalen Richtplans beantragen will.

Alex Rudolf
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Teile des Erdbeerifelds sollen bei der nächsten Revision eingezont werden.

Teile des Erdbeerifelds sollen bei der nächsten Revision eingezont werden.

Florian Niedermann

Wo braucht es Platz für Infrastrukturbauten und an welcher Stelle darf ein Geschäftsgebäude oder ein Mehrfamilienhaus gebaut werden? Auf diese Fragen geben kantonale, regionale und kommunale Richtpläne Antworten. Seit der umfassenden Revision des kantonalen Richtplans im Jahr 2014 besteht die Möglichkeit, ihn jährlich zu erweitern und neue Projekte darin zu vermerken. Die öffentliche Auflage der neusten Teilrevision erfolgte im Dezember 2016. In einem kürzlich veröffentlichten Stadtratsbeschluss gibt die Exekutive ihre einzige Einwendung bekannt. So will sie erwirken, dass das Gaswerk-Areal als Objekt im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) nachgeführt wird.

Die restlichen vorgesehenen Anpassungen sind aus Sicht des Schlieremer Stadtrates angemessen und praktikabel. Die Stadt ist von ihnen auch nicht betroffen – unter anderem geht es um die Anpassung des Eintrags Rosengartentunnel und -tram. Allerdings macht sich die Exekutive bereits Gedanken, welche Änderungen sie bei der nächsten Revision beantragen will.

Bernstrasse soll integriert werden

Konkret geht es dabei um Richtplaneinträge, die im Zusammenhang mit dem Stadtentwicklungskonzept II stehen. Dieses wurde im vergangenen Herbst der Öffentlichkeit präsentiert und legt dar, wie sich Schlieren in den kommenden Jahrzehnten entwickeln soll. Zentrale Elemente sind etwa der Aufbau von Querverbindungen zwischen den Erholungsgebieten an der Limmat im Norden und im Wald im Süden. Auch soll entlang der Linie der Limmattalbahn, die ab 2019 fahren wird, verdichtet gebaut werden. Zudem sollen neben dem Stadtzentrum auch der Kesslerplatz und der Platz auf der Zürcherstrasse auf Höhe Engstringerbrücke zu städtischen Visitenkarten von Schlieren aufgewertet werden.

Für bevorstehende Revisionen des kantonalen Richtplans sieht die Exekutive durchaus Änderungsbedarf, um die Ziele des Entwicklungskonzepts zu erreichen. So will sie etwa den südlichen Teil des Erdbeerifelds dem Siedlungsgebiet zuteilen. «Dies, um die Bernstrasse mit einer beidseitigen Bebauung städtebaulich zu integrieren», schreibt der Stadtrat mit Verweis auf das Stadtentwicklungskonzept. Als Ausgleich für diese Umzonung soll der westliche Teil des Zelgli-Quartiers aus der Siedlungszone ausgeschieden werden. Weiter soll das Gaswerk-Areal in eine Zone für Sondernutzungen umgewandelt werden. Das Gebiet zwischen Gaswerk-Areal und den SBB-Gleisen, wo heute Wiesen liegen, biete zudem die Möglichkeit, das «Band der Sportanlagen» zu erweitern. Es solle nicht bebaut werden.

So beauftragt der Stadtrat das Ressort Bau und Planung damit, diese Änderungen gemeinsam mit dem kantonalen Amt für Raumentwicklung zu erörtern. «Sie sollen in der nächsten Teilrevision formell zur Prüfung eingereicht werden.»