Schlieren
Tausch-Aktion: Auf die Spielsachen, fertig, los!

Auf der Suche nach dem besten Geschenk durchforsteten Kinder in Schlieren Berge von Spielzeug.

Julia Wartmann
Merken
Drucken
Teilen
Puppen mitsamt Bettchen sind vor allem bei den jungen Besucherinnen beliebt
12 Bilder
Fein säuberlich wurden die zu verschenkenden Gegenstände auf Tüchern angeordnet
Neben diversen kleinen Spielsachen stehen in Schlieren auch ganze Puppenhäuser zur Auswahl
Jeder darf zusätzlich zum eigentlichen Geschenk auch noch ein Stofftier mitnehmen
Etliche Barbiepuppen mitsamt Kleider und Schuhen warten auf einen neue Besitzerin
Die Stofftiere an der Tausch-Aktion der Caritas warten auf ihre neuen Besitzer
Dieser junge Mann ist neu stolzer Besitzer eines roten Busses
Die Spielsachen sind altersgerecht angeordnet - dieser Tisch ist für die kleineren Besucher gedacht
Die freiwilligen Helfer erklären den Kindern, was sie alles mitnehmen dürfen
Päckli Tausch-Aktion Schlieren
Die Auswahl ist riesig; es will gut überlegt sein, was man mit nach Hause nimmt
Autöli und Tierchen aus Plastik gibt es jede Menge

Puppen mitsamt Bettchen sind vor allem bei den jungen Besucherinnen beliebt

Julia Wartmann

Bereits um 13.30 Uhr standen die Besucher vor dem Saal im Stürmeierhuus in Schlieren Schlange. Dort fand gestern die alljährliche Geschenk-Tausch-Aktion der Caritas und des Seelsorgeraums Dietikon-Schlieren statt.
Bei der Aktion, die vom 17. November bis zum 10. Dezember dauerte, konnten Kinder ihre alten Spielsachen gegen neue eintauschen. Im Gegenzug für zwei noch gut erhaltene Spielzeuge erhielten die Kinder an einer der diversen Sammelstellen im Kanton einen blauen Bon. Am gestrigen Tauschtag konnten sie diesen dann gegen ein neues Spielzeug eintauschen.

Der entstandene Überschuss an Spielsachen soll armutsbetroffenen Familien in der Region zugutekommen. Diese werden jeweils von den Sozialbehörden zur Aktion eingeladen. Sie dürfen die Geschenke mitnehmen, ohne eines gebracht zu haben. «Da wir vom letzten Jahr noch eine grosse Menge an Stofftieren, Büchern und Gesellschaftsspielen übrig haben, erlauben wir den Besuchern dieses Jahr, mehr als ein Geschenk pro Kind mitzunehmen», sagte Judith Hüppi vom Sozialdienst der katholischen Kirche.

Die Aktion stosse bei den Beteiligten immer auf grosse Begeisterung. Dieses Jahr überstieg die Anzahl Teilnehmer jene der letzten Jahre. Viele der zirka 100 Bons wurden von Asylorganisationen und anderen Anlaufstellen verteilt. «Die bescheidensten Familien freuen sich am meisten. Sie nehmen oft nur wenige Dinge mit nach Hause», erzählte Urs Trüeb, Sozialdiakon der reformierten Kirchgemeinde Schlieren. Es gäbe auch solche, die «hamstern», das seien aber nur Einzelne. Die Aktion lohne sich auf jeden Fall, da sie allen Teilnehmern die Weihnachten versüsse.