Weiningen

Taschen aus Rentierleder, Schmuck und Skulpturen: Kunsthandwerker präsentieren ihre Werke

Dieses Wochenende findet die Ausstellung «Kunst und Schaffen» im Schlössli Weiningen statt. Sie setzt auf Vielfalt.

Die Werke von über 25 Künstlerinnen und Künstlern können dieses Wochenende im Schlössli Weiningen bestaunt werden. An der Kunstausstellung «Kunst und Schaffen» finden sich neben Kleidern und Schmuckstücken auch Weine, Skulpturen und vieles mehr. «Alle Ausstellungsgegenstände sind handgefertigt», sagt Désirée Müller, die der Organisatorin Claire Birrer unter die Arme gegriffen hat. «Mit der Ausstellung wollen wir Kunsthandwerker fördern», sagt die Dübendorferin. Ein Teil der Kunstschaffenden kommt aus dem Limmattal. Doch einige reisen von weiter her an.

Müller stellt auch selbst Waren aus. Seit 33 Jahren ist sie als Kunsthandwerkerin tätig. Immer wieder hat sie sich aus Neugier neue Kunstformen angeeignet. Angefangen mit der Seidenmalerei hat sie bald auf die Herstellung von Schmuck und Accessoires gewechselt. «Zurzeit lerne ich das Strickhandwerk», sagt sie. Auf ihrem Ausstellungstisch finden sich deshalb Textilwaren, Kettchen und sonstiger Schmuck.

Bea Grob aus Bauma stellt ihre Mixed-Media-Bilder aus. Dabei vermischt sie verschiedene Malstile miteinander. Beispielsweise kombiniert sie Acrylfarben, Pastellkreiden und Aquarellfarben miteinander. «Als Leinwand verwende ich gerne die Seiten von alten Lexika. Die Buchstaben schimmern dann jeweils durch das Bild», sagt die Künstlerin. So entstehen farbenfrohe Bilder mit verspielten Motiven. «Wenn ich zu malen beginne, weiss ich jeweils genau, wie das Bild am Ende aussehen soll», sagt Grob.

Ganz anders ist dies bei Marlise Schellenberg. Die Dietikerin malt ihre Bilder ohne einen klaren Plan im Kopf. «Das Bild soll sich beim Malen entwickeln», sagt sie. Doch nicht nur Bilder stellt sie aus: Mit einem Plasmaschneider fertigt sie kreative Figuren aus Metallplatten. Als sie vor zwei Jahren in Finnland war, stiess sie auf ein grossartiges Motiv für ihre Kunst: Rentiere.

Ebenfalls mit Rentieren haben die Werke von Paula Diener-Kivelä zu tun. Die gebürtige Finnin, die heute in Winterthur lebt, stellt seit zehn Jahren Handtaschen aus Rentierleder her. «Dieses Leder ist sehr leicht, aber robust», sagt sie. Zudem käme ihre Arbeit der Umwelt zugute. Denn die Rentierhäute würden sonst als Schlachtabfall verbrannt werden.

Autor

Manuel Reisinger

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