Schlieren

Tag der offenen Tür im Wohn- und Pflegezentrum Tertianum

Das Wohnen im Alter weckt Interesse: Der Andrang am Tag der offenen Tür im Wohn- und Pflegezentrum Tertianum in Schlieren war gross.

Der letzte Umzug des Lebens. Ein Thema, das in Schlieren am vergangenen Samstag auf grosses Interesse stiess und zahlreiche Besucherinnen und Besucher in den Rohbau des Tertianum lockte. Noch überwiegt auf der Baustelle «am Rietpark» das Betongrau und die Baustellenatmosphäre. Nur mit viel Fantasie lässt sich momentan das Bild kreieren, wie das generationenverschmelzende Quartier im nächsten Jahr aussehen wird. Interessiert waren die Besucher aber weniger am Konzept der gesamten Überbauung, sondern explizit an den Räumlichkeiten des Tertianum.

Voll eingerichtete Musterwohnung

Insgesamt 78 Wohnungen sollen nächsten Juli einzugsbereit sein und Seniorinnen und Senioren ein neues Zuhause bieten. Damit sich die Besucher eine bessere Vorstellung davon machen konnten, wie denn diese Wohnungen aussehen könnten, stand am Samstag eine voll eingerichtete Musterwohnung für einen Augenschein bereit.

Eigentlich war dabei kein grosser Unterschied zu einer ganz normalen Wohnung zu entdecken. Nur bei genauerem Hinsehen fielen zum Beispiel die sogenannten Sicherheitsknöpfe auf, die in jedem Zimmer zu finden sind. Damit könne bei Problemen nach Hilfe gerufen werden, erklärte Ursula Brönnimann, verantwortlich für den Verkauf und das Marketing. Diese Knöpfe seien auch erreichbar, wenn die Bewohner hinfallen würden und nicht mehr in der Lage wären, selbstständig aufzustehen. Sie verwies auch auf die Drehknöpfe am Kochherd. «Ältere Leute sind sich eher Drehknöpfe gewohnt als Touchscreens», erklärte sie weiter. Einzig eine Abwaschmaschine fehlt, doch diese könne auf Wunsch der zukünftigen Bewohner noch eingebaut werden.

Der kurze Rundgang schien Angela Bazell überzeugt zu haben: «Das wäre eine Wohnung, die mir gefallen würde.» Etwas skeptischer gab sich ihr Mann Claude: «Von der Loggia sieht man auf der anderen Seite direkt in die Stube.» Dies sei er sich als Bewohner eines Einfamilienhauses in Schlieren nicht gewohnt.

Beim Rundgang durch eine Dreieinhalb-Zimmer-Wohnung, die noch im Rohbau ist, zeigten sich Romy und Peter Müller überrascht. «Die Wohnung ist grundsätzlich sehr grosszügig gestaltet, schön hell und die Terrasse ist gedeckt», zählten sie die positiven Punkte auf. Noch ist ein Einzug jedoch für die selbst ernannten AHV-Teenager aus Schlieren kein Thema. Sich zu informieren, könne aber nicht schaden. «Es ist besser, sich jetzt schon Gedanken für die zukünftige Planung zu machen und nicht erst, wenn es zu spät ist und man nicht mehr selbst kann», sagte Peter Müller.

Doch nicht nur das Interieur der Wohnungen war für die Besucher ausschlaggebend. Die Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten und der Anschluss an den öffentlichen Verkehr wurden mehrfach genannt. «Auch das Naherholungsgebiet mit der Limmat liegt in unmittelbarer Nähe», fügte Peter Hüssy aus Unterengstringen an.

Viele der Besucher stehen jedoch nicht vor einem unmittelbaren Wechsel des Wohndomizils, vielmehr regte der Besuch im Rietpark zu Gedanken über die eigene Zukunft an. Wichtig für viele der mehrheitlich aus der näheren Umgebung von Schlieren stammenden Besucher ist nämlich auch, in einem gewohnten Umfeld zu bleiben und so vielleicht auch im Alter weiterhin Vereinstätigkeiten nachgehen zu können.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1