Sie betraten die Bühne nicht, nein, sie stürmten sie: 50 ambitionierte Amateurmusiker der Swiss Band sorgten am Samstag im Gemeindezentrum Brüelmatt in Birmensdorf mit spritzigen Songs aus der Swing Ära für ausgelassene Stimmung unter den rund 230 Konzertbesuchern. Organisiert worden war das Konzert vom Kulturverein.

Die Swiss Band wurde bereits im Jahr 1958 von Angestellten der Fluggesellschaft Swissair, damals unter dem Namen Swissair Musik, gegründet. Seit 2002 nennt sie sich mit vollem Namen «Swiss Band – Concert Band of Swiss International Air Lines» oder kurz einfach Swiss Band. 2014 hat der Komponist, Arrangeur und Trompeter Matt Stämpfli das Ruder übernommen.

Der erfahrene Bandleader und Flügelhornvirtuose spornt sein Team mit vollem Einsatz hinter dem Pult zu Höchstleistungen an und hält die Combo auf Erfolgskurs. Diese hat sich auf anspruchsvolle Unterhaltungsmusik mit einer breiten Palette an Musikrichtungen spezialisiert und zeichnet sich aus durch ihre ausgewogene Besetzung sowie durch die Professionalität der Musiker. «Wir setzen den vollen Einsatz unserer Mitglieder sowie die Bereitschaft zur Weiterbildung voraus», betont Vereinspräsidentin Evi Schuster Michel.

In Vorbereitung auf das rund zweistündige Programm brachten die Musiker im Januar bei einem Workshop unter Anleitung von Profimusiker, Arrangeur und Bandleader Klaus Wagenleiter ihre Kenntnisse in Sachen Swing auf Vordermann. Sie warteten mit einem Konzertprogramm auf, das sich hören lässt. Nebst diverser Instrumentalsoli kamen die Konzertbesucher in den Genuss kraftvoller Gesangseinlagen der beiden Gastmusiker Kent Stetler aus Toronto und der 25-jährigen Winterthurerin Flavia Capello, die ihr Gesangstalent eindrücklich unter Beweis stellte.

«Konzerte sind die freisten Momente in meinem Leben», sagte sie. «Es gibt kein Vorher und kein Nachher, nur das Jetzt.» Bald wird Capello, die auch schon Sängerin der Polyband und Gastsängerin in der Westside Bigband war, die Schweiz verlassen, um ihre Laufbahn mit einem Musikstudium in Boston fortzusetzen.

Die Swiss Band spielt übrigens auch mit Limmattaler Unterstützung: Simone Bührer stammt aus Oetwil, Thomas Rapold aus Uitikon und Christoph Hegetschweiler aus Aesch. Sie freuten sich besonders auf ihr Heimspiel und über den aussergewöhnlichen Publikumsaufmarsch in Birmensdorf. «Ich komme ursprünglich aus Birmensdorf, kenne die meisten Konzertbesucher und freue mich ganz besonders auf diesen Abend», sagte der Waldhornist Christoph Hegetschweiler strahlend.