Bezirk Dietikon

SVP will eine Busvariante zur Limmattalbahn

Per Kleinbus abgefahren: SP und CVP Dietikon zeigten bei einer Veranstaltung Mitte März die geplante Streckenführung der Bahn. ni

Per Kleinbus abgefahren: SP und CVP Dietikon zeigten bei einer Veranstaltung Mitte März die geplante Streckenführung der Bahn. ni

«Mehrheitsfähigkeit des vorliegenden Projekts infrage gestellt»: Die SVP lehnt die Limmattalbahn, wie sie sich derzeit in der Planung präsentiert, ab. Und die Partei stellt Forderungen.

«Ein weiteres schienengebundenes Verkehrssystem in der Form, wie sich die Limmattalbahn heute präsentiert», lehnt die SVP des Bezirks Dietikon ab. Dies schreibt die Parteileitung in einer Mitteilung. Als Grund für diese Haltung nennt die Partei die Skepsis, die sie im vergangenen Jahr bei Informations- und Befragungsaktionen in der Bevölkerung in Schlieren und Dietikon festgestellt habe. Eine Mehrheitsfähigkeit des vorliegenden Projekts sei «infrage gestellt».

Die Limmattalbahn soll ab 2020 Zürich-Altstetten mit Killwangen-Spreitenbach verbinden, und das via Schlieren, Urdorf und Dietikon. Derzeit läuft das Vorprojekt. Erste Schätzungen gehen von Kosten in Höhe von 600 bis 700Millionen Franken aus. Gemäss momentanem Kostenteiler übernimmt der Kanton Zürich drei Viertel, der Kanton Aargau einen Viertel. Aber auch der Bund soll sich beteiligen.

Auf «unbefriedigendem Stand»

Die Bezirks-SVP ist «nicht prinzipiell gegen die Limmattalbahn», wie weiter mitgeteilt wird. Sie unterstütze den von Parteien und Parlamentariern in Dietikon bevorzugten Ansatz, «dass die in den Standortgemeinden erkannten Defizite nicht nur punktuell und zu geringsten Kosten, sondern in einer überzeugenden Art und Weise in Einklang mit anderen Verkehrsträgern behoben werden». Weitere Planungsschritte sollen nicht «auf dem heutigen unbefriedigenden Stand aufbauen».

Daraus leitet die SVP drei Forderungen ab. Erstens müssten Verkehrsknoten wie der Kesslerplatz in Schlieren und der Kirchplatz in Dietikon entflochten werden – gegebenenfalls durch Niveauverlegung eines Verkehrsträgers. Zweitens dürften bei Querungen von Hauptachsen wie der Dietiker Überlandstrasse diese Achsen ihre Leistungsfähigkeit nicht verlieren. Und drittens sei neben der Maximalvariante Bahn auch eine Minimalvariante Bus zu projektieren.

Kontinuierlich zunehmende Kritik

Die Kritik an der Limmattalbahn nahm im Laufe des letzten Jahres kontinuierlich zu und kulminierte in der Kritik an der Linienführung in Dietikon, die Anfang dieses Jahres bekannt wurde. Die drei wählerstärksten Dietiker Parteien SVP, SP und CVP fordern deshalb ein Gesamtverkehrskonzept für die Stadt, das auf alle Verkehrsteilnehmer Rücksicht nimmt.

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