«Der Klügere gibt nach, aber nicht auf.» Das Zitat steht auf Hans Egloffs Website, eingebettet in Informationen zum politischen Werdegang, zu Motivation, Initiativen und Interessen. Das tönt gut, aber was steckt dahinter? «Ich bin ein Stratege, eine Kämpfernatur», sagt Egloff. «Ich denke mir im Voraus eine Strategie aus und gebe nicht auf, bis ich meine Ziele erreicht habe; auch wenn das zuweilen bedeutet, zurückzustehen und auf einen besseren Zeitpunkt zu warten.»

Nicht aufgeben, weiterkämpfen, ein Stehaufmännchen, das sich nicht verbiegen will. Das ist Hans Egloff; das ist der Grund, weshalb er zum dritten Mal für einen Nationalratssitz kandidiert. Warum ist er der denn richtige Mann für Bern? «Dafür gibt es hauptsächlich zwei Gründe: Erstens ist das Limmattal seit Jahrzehnten nicht mehr in National- und Ständerat vertreten. Das merkt man», sagt er. Und zweitens hätten die Hauseigentümer niemanden in Bern, der als ihr direkter Vertreter wahrgenommen werde.

«Das Limmattal lebt»

Dem Limmattal fehle eine Stimme, die die Anliegen dieser Boom-Region mit rund 80000 Einwohnern einbringe und vertrete, führt Egloff weiter aus. «Gerade bei Auseinandersetzungen wie der der Gubrist-
Überdeckung, beim Gateway und bei der Verkehrsinfrastruktur hat eine Vertretung in Bern spürbar gefehlt.»

Trotzdem sei es aber völlig falsch, das Limmattal auf den Verkehr und die Verkehrsprobleme zu reduzieren. Die Lebensqualität hier werde in Statistiken als sehr hoch eingestuft und das seiner Meinung nach völlig zu Recht. «Wir haben wunderschöne Landschaften, gute Wohnlagen, viele Arbeitsplätze und interessante Kulturangebote. Das Limmattal lebt und braucht eine Stimme in Bern, das seine Anliegen vertritt.»

Egloffs zweites Steckenpferd ist die Eigentumspolitik; als Präsident des Hauseigentümerverbandes des Kantons Zürich ist er geradezu prädestiniert, für Themen wie Wohneigentum, Bausparen, Eigenmietwert, Raumplanung und Landschaftsinitiative einzustehen. «Die Interessen der Mieter sind im Parlament gut vertreten; was fehlt, ist ein Vertreter für die Hauseigentümer», ist Egloff überzeugt.

Politik von Kindsbeinen an

«Ich war von Kindsbeinen an ein politischer Mensch, habe mich immer engagiert», sagt Egloff, der in Zürich seit 13 Jahren eine eigene Anwaltskanzlei führt. Im Alter von 17 Jahren – geprägt durch die politischen Aktivitäten seines Vaters, alt Stadtrat Kurt Egloff (SVP) – gründete er die Junge SVP mit. Von 1995
bis 2011 sass Egloff im Zürcher Kantonsrat, ist ebenfalls seit 1995 Vorstandsmitglied der Kantonalpartei. «Politik ist nötig für mein Verständnis von Freiheit», sagt Hans Egloff – und der Schritt nach Bern sei die logische Konsequenz. «Ich bin voll motiviert.»

Seine Wahlchancen hält Egloff für intakt. «Wenn das Limmattal voll hinter mir steht, ist die Wahl möglich», sagt er und zitiert nochmals: «Der Klügere gibt nach, aber nicht auf. Und ich habe noch immer gewonnen – irgendwann.»

In dieser Woche wurden in der az Limmattaler Zeitung die Spitzenkandidaten der vier wählerstärksten Parteien im Bezirk Dietikon vorgestellt. Mit Hans Egloff (SVP) endet die Serie.