Kantonale Abstimmung
SVP befürwortet ganze Limmattalbahn – Delegierte sagen Nein zur Stopp-Initiative

An ihrer Delegiertenversammlung hat die SVP des Kantons Zürich die Nein-Parole zur Volksinitiative «Stoppt die Limmattalbahn ab Schlieren» beschlossen. Damit stellt sich die SVP neu auf die Seite der Befürworter der Limmattalbahn.

David Egger
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Ohne die zweite Etappe der Limmattalbahn würde in Dietikon (im Bild der Bahnhof) kein Tram verkehren.
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Die zweite Etappe erstreckt sich von Schlieren bis zum Bahnhof Killwangen-Spreitenbach.
Weitere Visualisierungen der Limmattalbahn: Bahnhof Altstetten
Zürich Micafil.
Kesslerplatz in Schlieren.
Spitalstrasse Schlieren.
Bahnhofplatz Dietikon.
Bahnhof Dietikon.
Die Haltestelle Badenerstrasse in Dietikon.
Die Haltestelle Furttalstrasse in Spreitenbach.
Der Endbahnhof Killwangen-Spreitenbach.
So sieht der Plan der Linienführung aus.
Dieser Plan zeigt die Linienführung in Schlieren.
Dieser Plan zeigt die Linienführung in Dietikon.
Plan der gesamten Linienführung.

Ohne die zweite Etappe der Limmattalbahn würde in Dietikon (im Bild der Bahnhof) kein Tram verkehren.

Architron Gmbh, Zürich

2015 war die SVP noch gegen die Limmattalbahn. Nun also die Kehrtwende. Der Entscheid an der Delegiertenversammlung in Trüllikon war deutlich: Insgesamt sprachen sich am späten Donnerstagabend 124 Delegierte gegen die Stopp-Initiative aus und 48 dafür. 26 weitere Delegierte enthielten sich der Stimme.

Mit ihrer Nein-Parole gesellt sich die kantonale SVP zu zahlreichen weiteren Parteien, die ebenfalls die Nein-Parole bekanntgegeben haben, darunter GLP, CVP, FDP, BDP, SP, EVP und Grüne. Auch zahlreiche Verbände sprechen sich gegen die Initiative aus, darunter etwa der kantonale KMU- und Gewerbeverband und der Gewerbeverband Limmattal.

Zur Abstimmung kommt die Initiative am 23. September. Sie will den Limmattalbahn-Abschnitt von Schlieren nach Killwangen-Spreitenbach verhindern.

2015 hatte sich das Volk des Kantons Zürich für die Limmattalbahn ausgesprochen – dieses Resultat stützt nun die kantonale SVP mit ihrem Entscheid. In den betroffenen Gemeinden Schlieren, Urdorf und Dietikon sowie in den Gemeinden des rechten Limmattals resultierte damals aber ein Nein.