Nicht nur im Freibad Fondli in Dietikon wird der 5. Juli mit über 5000 Besuchern als absoluter Rekordtag in die Geschichtsbücher eingehen. Warme Temperaturen und viel Sonne bescherten den Limmattaler Badis eine erfolgreiche Sommersaison. Doch während in der Stadt Zürich sogar die Rekordmarke vom Sommer 2003 geknackt wurde, profitierten im Limmattal nicht alle Freibäder gleich stark. Eine Übersicht:

Geren, Birmensdorf

Bis zu 2000 Gäste tummelten sich an Spitzentagen im Freibad Geren in Birmensdorf. Der Umsatz konnte 2015 mit 213'000 Franken gegenüber dem Vorjahr um 69 Prozent gesteigert werden, sagt Peter Siegrist, Leiter des Bauamts in Birmensdorf. Auch Gemeindeschreiber Angelo Umberg zieht ein positives Fazit: «Die Arbeit des Bademeisterteams war angesichts der grossen Belastung sehr gut.» Nicht zuletzt dank der guten Zusammenarbeit mit der Pächterin Marlies Graf habe man den grossen Besucherandrang souverän bewältigen können. Bereits Mitte Juli wurden die 24'551 Eintritte vom Vorjahr egalisiert. Die genau Abrechnung der Besucherzahlen bis zur Schliessung am 16. September folgt erst in Kürze.

Fondli, Dietikon

«Es war eine anstrengende Saison für unsere Badi-Mitarbeitenden», sagt Bruno Rabe, Leiter des Amts für Umwelt und Gesundheit in Dietikon. Aber das positive Echo der Badegäste sei für alle sehr motivierend gewesen. 97'542 Eintritte stehen in der Abrechnung der Freibadsaison 2015 im Fondli – fast 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Obwohl sich die Besucherzahlen nach den Sommerferien wieder etwas normalisierten, lockte das schöne Wetter am letzten Sonntag im August nochmals 2600 Badebegeisterte an. «So spät im Jahr ist das ein deutlicher Rekord», sagt Rabe.

Zwischen den Hölzern, Oberengstringen

Rund 60'000 Besucher vergnügten sich 2015 im Oberengstringer Freibad. «Geschätzt hatten wir dieses Jahr etwa 30 Prozent mehr Besucher als 2014», sagt Thomas Kralemann, Bereichsleiter der Abteilung Badeanlagen beim Sportamt der Stadt Zürich. Neben dem guten Wetter erachtet er auch das wachsende Einzugsgebiet in der Region als Grund für die Beliebtheit des Freibads. Am 6. September ging die Badesaison in Oberengstringen zu Ende.

Im Moos, Schlieren

23'065 Besucher suchten dieses Jahr in der Biobadi im Moos in Schlieren eine erfrischende Abkühlung – ein Rekord seit der Wiedereröffnung im Sommer 2011. Im Gegensatz zu 2013 ist dies eine Steigerung von rund 8 Prozent, sagt Roger Gerber, Leiter der Abteilung Werke, Versorgung und Anlagen. «Es geht in die richtige Richtung», kommentiert er die abgesehen vom schlechten Sommer 2014 stetig steigenden Besucherzahlen. Auch der Umsatz im Restaurant konnte im Vergleich zu 2013 erhöht werden, sodass zum Schluss eine Schwarze Null in den Büchern stand und das Ziel der Stadt erreicht wurde. Mit 10'519 Besuchen blieb der Juli deutlicher Rekordmonat, im August fiel die Zahl auf 5412. Erst am letzten Mittwoch ging die Badi mit dem Ende des Septembers als letztes Freibad im Limmattal in die Winterpause.

Weihermatt, Urdorf

«Wir hatten fast doppelt so viele Gäste als vergangenes Jahr», sagt Hans Kaeser, Betriebsleiter der Weihermatt. Besonders an einigen Wochenenden im Juli sei die Badi förmlich überrannt worden, doch das Badermeisterteam habe ganze Arbeit geleistet und die Besucherströme gut gemeistert, so Kaeser. Genaue Zahlen gibt es aus Urdorf mangels elektronischem Zähler allerdings keine. Vor genau einem Monat schloss die Badi ihre Tore. Am vergangenen Wochenende hat dafür die Eisbahn in der Weihermatt den Start in die Wintersaison eingeläutet.